Die Gewürzpflanze Dill gehört zur Familie der Doldenblütler (lateinisch Apiaceae). Ursprünglich stammt dieses Gewürz aus der Region Vorderasien. Bereits in der Antike wurde er von den Ägyptern kultiviert und sowohl als Gewürz- als auch als Heilpflanze verwendet.
Über Klostergärten kam Dill auch nach Nord- und Mitteleuropa, heute wird er auf der ganzen Welt angebaut. Die einjährige Pflanze wächst bis zu einer Höhe von 30 bis 75 Zentimetern, in seltenen Fällen kann sie auch eine Höhe von mehr als einem Meter erreichen. Im deutschsprachigen Raum ist Dill eine der am häufigsten angebauten Gewürzpflanzen.
Dill lässt sich sowohl im Freiland als auch im Gewächshaus anbauen, dort entweder direkt im Boden oder in Blumentöpfen mit Kultursubstrat.
Der gewöhnliche Gartendill hat keine besonderen Ansprüche an den Boden, allerdings verträgt er keine Staunässe, so dass man ihn nicht in verdichteten Böden anbauen sollte. Die beste Umgebung dagegen sind feuchtwarme, mittelschwere Böden, in denen ein hoher Anteil Humus zu finden ist.
Auch an das vorherrschende Klima passt sich Dill hervorragend an, ein weiterer Grund dafür, dass er in ganz Europa Freund gefunden hat.
n südlicheren Regionen wird er allerdings in erster Linie im Winterhalbjahr angebaut, da die langen Tage im Rest des Jahres die Bildung von Blüten fördern.
Dill kann entweder direkt im Freiland ausgesät oder im Gewächshaus vorkultiviert werden. Bei einer Temperatur zwischen 10 und 30 Grad benötigt Dill rund drei Wochen, bis er keimt. Da er vergleichsweise langsam wächst, ist er besonders empfindlich gegenüber schnell wachsenden Unkräutern. Er muss allerdings nicht in einem speziell abgegrenzten Bereich wachsen. Da er relativ anspruchslos ist, wächst er auch zwischen Möhren, Zwiebeln oder Radieschen. Darüber hinaus wirkt er auch abschreckend auf viele Schädlinge.
Um im Folgejahr nicht erneut Dill aussäen zu müssen, kann man im Herbst die von den letzten Pflanzen eingesammelten Samen ausstreuen. Im nächsten Frühjahr findet man dann meist sogar mehr Dill als ursprünglich erwartet.
Ernten lässt sich Dill zu jeder Zeit. In der Küche ist Dill ein Gewürz, das sich enorm vielseitig verwenden lässt, unter anderem für Salate, Kräuteressig, Saucen, Quark oder Joghurt, aber auch zum Würzen von Fleisch- und vor allem Fischgerichten. Frisches Dillkraut mit seinem charakteristischen Geschmack passt auch hervorragend zu gekochten Kartoffeln. Zum Lagern kühlt man Dill schnell auf eine Temperatur um 0 Grad ab. Eingepackt in Folie bleibt er so zwischen zwei und drei Wochen lang frisch. Dillsamen kann man dagegen einfach in einem dunklen, verschlossenen Gefäß aufbewahren und diese dann später zum Würzen verwenden.
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