Der Drachenbaum (Dracaena draco) ist ein beeindruckendes, immergrünes Gewächs aus der Familie der Agaven. Wie sein exotischer Anblick schon richtig vermuten lässt, stammt der Baum aus den Tropen, genauer von den kanarischen Inseln. Wild wachsend kann er eine Höhe von zwanzig Metern erreichen, wobei besonders der kräftige graue bis braune Stamm auffällt. Alte oder geschädigte sowie schlecht belichtete Blätter fallen einfach vom Stamm ab, an Verletzungen der Sprossachse und an Schnittstellen wächst meist ein neuer, sich sogleich verzweigender Trieb nach.
In Gärten der mediterranen Gebiete ist der Drachenbaum mittlerweile eine beliebte Zierpflanze. Im mittel- bis nordeuropäischen Gebiet kann der Baum natürlich nur die warmen Jahreszeiten im Freien verbringen und muss in geschlossenen Räumen überwintert werden. Kurzzeitig kann Dracaena Temperaturen bis Null Grad Celsius aushalten, keinesfalls aber langfristig.
Der Drachenbaum sollte an einem sonnigen Standort stehen, pralle Sonne bis Halbschatten bekommt ihm bestens. Zu wenig Licht hat kümmerlichen Wuchs zur Folge. Solange es warm genug ist, ist auch starker Wind kein Problem für Dracaena.
Wird der Drachenbaum als Zimmerpflanze gehalten, so sollte man sich bei der Pflege an den Standorten des natürlichen Vorkommens orientieren. Das Substrat, in dem der Baum wurzelt, sollte grobkörnig beschaffen sein, die Bodenkrume darf also nicht zu lehmig sein und sollte Feuchtigkeit nicht zu lange festhalten. Torf ist nicht anzuraten, es eignet sich besser ein granulöses Erdgemisch mit Ton- und Kiesanteilen.
In den stärkeren Wachstumsphasen sollte regelmäßig gedüngt werden. Spezielle Präparate für Agavengewächse sorgen für eine vollständige Versorgung des Drachenbaumes mit den benötigten Nährstoffen. Wird die Pflanze kühl überwintert und nicht im geheizten Wohnraum, so kann das Düngen während dieser Zeit unterbleiben.
Der Drachenbaum sollte mäßig, aber regelmäßig gegossen werden. Beim Gießen sollte der ganze Pflanztopf gleichmäßig mit Wasser getränkt werden, nur ein kleiner Spritzer Wasser reicht nicht aus. Danach kann das Substrat bis zum nächsten Gießen wieder gründlich durchtrocknen.
Dies fördert die notwendige Durchlüftung des Erdreiches. Durch die körnige Struktur des Substrates geht die Trocknung oft schneller von statten, als man annehmen möchte, daher sollte der Bewässerungszustand wenigstens alle zwei Tage überprüft werden.
Stehende Nässe ist unbedingt zu vermeiden, da der Drachenbaum nicht sehr resistent gegen Fäulnisprozesse an den Wurzeln ist. Im Sommer sollte im Abstand von einigen Tagen gegossen werden, im Winter in Kalträumen können die Gießabstände auf Wochen ausgedehnt werden. Zur kalten Zeit ist die Phase des Durchtrocknens besonders wichtig.
Je gleichmäßiger die Versorgung mit Wasser und Dünger, desto wuchsfreudiger bleibt der Baum.
Dracaena muss nicht geschnitten werden. Wenn sich neue Blätter bilden, sterben die Untersten gewöhnlich ab. Sollten sie nicht von selbst vom Baum abfallen, sollten sie abgezogen werden, nicht aber abgeschnitten – so wird ein glatter Stamm ohne Blattrückstände hinterlassen.
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