Rotes Drachenblut und nachwachsende Köpfe. Der Drachenbaum trägt seinen Mythenbelasteten Namen tatsächlich in Anlehnung an das riesige Feuer speiende Ungeheuer. Ein abgebrochener Trieb dieses Gewächses treibt meist neu aus. Genauso wachsen einem Drachen mit abgeschlagenem Kopf nach unzähligen Legenden neue Köpfe. Das rote Harz des Drachenbaums erinnerte Menschen außerdem schon vor langer Zeit an Drachenblut. Dem Drachenblut des Drachenbaums wurden heilende Kräfte zugesprochen, es wurde zur Mumifizierung und zur Krankheitsheilung eingesetzt. Es galt als ebenso mächtig und sagenumwoben wie ein echter Drache und war lange Zeit nur mit Gold aufzuwiegen.
Zwar ist der Drachenbaum als Zimmerpflanze tatsächlich so robust und überlebensstark wie ein Drache, aber damit er auch so gesund und prächtig aussieht wie sein Namensgeber, müssen einige Grundregeln in Sachen Pflanzenpflege beachtet werden.
Die richtige Pflege des Drachenbaums
Der Drachenbaum ist als Zierpflanze besonders beliebt, weil er sehr robust und pflegeleicht ist. In den verschiedensten Sorten schmückt er unzählige Wohnungen. Bekannt sind etwa Arten mit rein dunkelgrünen Blättern, andere Drachenbäume haben einen zusätzlichen roten Rand und es gibt Bäume mit hellgrünen Blättern und weißem Rand. Sie alle gehören zu den Dracaena.
Der richtige Standort
Der Drachenbaum gedeiht an leicht schattigen bis hellen Standorten, direkte Sonneneinstrahlung wirkt sich negativ aus. Zu beachten ist bei jedem Standort, dass der Drachenbaum dem Licht entgegen wächst. Er sollte deshalb regelmäßig gedreht werden. Sonst wächst er schief und schräg der Sonne entgegen.
Die richtige Bewässerung und Düngung
Drachenbäume brauchen nicht viel Wasser und sind in diesem Punkt sehr pflegeleicht. Der robuste Baum übersteht auch Dürreperioden ohne größeren Schaden. Wird er eine Zeitlang vergessen, verliert er natürlich Blätter und es erfolgt teilweise eine Gelbfärbung der trockenen Blätter. Aber der Drachenbaum kann wieder zu neuem Leben erweckt werden. Generell sollte der Drachenbaum mäßig gegossen werden, wobei die Erde nie ganz austrocknen darf. Etwa alle zwei Wochen freut sich der Dracaena über Dünger, der aber in den Wintermonaten ausgelassen wird.
Die richtige Temperatur
Der von den Kanaren stammende Drachenbaum verträgt milde Zimmertemperaturen, die 15°Celsius nicht unterschreiten sollten.
Das Wachstum mit der richtigen Pflege
Drachenbäume können unter Umständen stattliche Höhen erreichen.
Je nach Art sollten Pflanzenliebhaber beachten, dass das kleine Bäumchen ähnlich einem echten Drachen zu einem riesigen Ungetüm werden kann. Falls der Drachenbaum zu schnell wächst, kann der Dünger reduziert werden, um den Drachen im Zaum zu halten. Ein zu hoher Baum kann aber auch auf beliebiger Höhe abgeschnitten werden.
Mit etwas Glück lässt sich der obere Teil des abgetrennten Stücks sogar erfolgreich neu einpflanzen.
Vermehrung des Drachenbaums
Der Drachenbaum bildet regelmäßig Stecklinge am Kopf oder am Stamm aus, die problemlos in einem Wasserglas weiter austreiben können oder auch direkt in neue Erde gepflanzt werden können.