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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Eiben

Eiben





Die Eibe gilt als älteste europäische Baumart. Bereits die Germanen gewannen aus der Pflanze ein äußerst wirksames Pfeilgift. Seit der Renaissance werden Eiben zur Verschönerung von Gärten genutzt. Besonders die berühmten Barockgärten von Versailles setzen das anspruchslose Nadelgewächs perfekt in Szene. Hobbygärtner werden an einer Eibe lange Freude haben, 1 000jährige Pflanzen sind keine Seltenheit.

Eiben können baum- oder strauchförmig wachsen. In unseren Breiten erreichen sie Höhen von 5 bis 15 Metern. In den Wäldern des Kaukasus dagegen beeindrucken Eiben mit einer Wuchshöhe von bis zu 30 Metern. Eiben sind immergrüne Pflanzen und besitzen ledige, flache Nadeln, welche bis drei Zentimeter lang werden können. Die Nadeln stechen nicht, sind biegsam und an der Oberseite schwarzgrün, die Unterseite weißt eine hellgrüne Färbung auf. Nach etwa 20 Jahren bilden sich die ersten Blüten aus. Eiben sind zweihäusig, männliche und weibliche Blüten erscheinen an unterschiedlichen Pflanzen. Die reifen Samen sind blauschwarz und besitzen einen karminroten Samenmantel.

Der Bestand der Eiben ist in Europa allgemein rückläufig und die Pflanze steht unter Naturschutz. In Mittel- und Westeuropa finden sich größere Eibenbestände in schattigen Gebirgswäldern und an felsigen Steilhängen bis in 1 800 Metern Höhe. In Deutschland kommen Eiben in freier Natur recht selten vor.

Häufig finden Eiben als Ziergehölze, vorwiegend zur Gestaltung von Hecken, Verwendung. Im Angebot sind Ballen-, Topf- oder Containerpflanzen. Beim Kauf sollte beachtet werden, dass die Pflanzen nicht nadeln und kräftig austreiben. Die Schatten liebende Pflanze benötigt feuchte, nährstoffreiche Böden. Eiben wachsen sehr langsam und stellen den Hobbygärtner vor keine großen Herausforderungen. Da Eiben sehr dicht wachsend und schnittverträglich sind, eignen sie sich hervorragend für kreative Formschnitte. Die Pflanzen sind winterhart, sollten jedoch bei sonnigem Winterstand häufiger gewässert werden.

Eiben besitzen ein hartes, elastisches und feuchtigkeitsbeständiges Holz, welches im Handel nur selten erhältlich ist und in der Drechslerei, Schnitzerei oder im Musikinstrumentenbau Verwendung findet. Weit größere wirtschaftliche Bedeutung maßen unsere Vorfahren dem Eibenholz bei. Bereits die Neandertaler gingen mit Speeren aus Eibenholz zur Jagd. Auch die berühmte Gletschermumie “Ötzi” trug einen Bogen aus Eibenholz bei sich.

Nadeln und Samen der Eiben enthalten Glykoside und Alkaloide, welche stark giftig sind und bei Menschen und Tieren zu Herzmuskellähmungen und Nierenschädigungen führen. Hobbygärtner sollten darauf achten, die Nadeln und Äste nach dem Rückschnitt zu entsorgen und nicht zu verfüttern. Besonders für Pferde kann dies tödlich enden. Der einzige ungiftige Teil der Pflanze sind die roten fleischigen Samenmäntel.
Frische Eibenblätter werden in der Homöopathie bei Hautausschlägen und Rheuma verwendet. Das in der Rinde enthaltene Taxol hat sich als wirksam in der Krebstherapie erwiesen.

Deutschlands größter Eibenwald befindet sich beim Kloster Wessobrunn im Allgäu und besteht aus mehr als 1 500 Pflanzen. Auf 800 bis 2 000 Jahre wird die alte Eibe von Balderschwang im Oberallgäu geschätzt.


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Leser-Kommentare (1)

Jean (01.10.2011 09:32:19)

Das Kloster Wessobrunn mit dem Eibenwald bei Paterzell liegt nicht im Allgäu!
Es gehört zwischen den oberbayerischen Landkreisen Landsberg am Lech und Weilheim-Schongau gelegen, zum sog. Bayerischen Oberland.




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