Die Elfenblume ist eine bodendeckende Pflanze, die überwiegend aus Asien und
dem Mittelmeergebiet stammt. Rund 40 Arten wurden bisher entdeckt. Die
Elfenblume ist ebenfalls unter den Namen Sockenblume, Nickvierblatt und
Bischofshut bekannt.
Lange Zeit diente sie als Lückenfüller im Garten. Heute wird die Elfenblume
wegen ihrer dekorativen Wirkung angepflanzt. Die Blätter sind nahezu herzförmig.
Bei einigen Sorten, unter anderem der "Epimedium grandiflorum", haben die
Pflanzen sommergrüne Blätter, die im Herbst abgeworfen werden. Die "Epimedium x
versicolor" bildet z. B. wintergrüne Blätter. Manche Sorten weisen eine rötliche
oder gelbe Blattfärbung auf. Rispen mit elfenähnlichen Blüten zieren die
Schattenstaude vom Frühjahr bis zum Beginn des Sommers je nach Sorte in weißer,
gelber, roter oder violetter Farbe.
Durch ihr langsames Wachstum breitet sich die Elfenblume gemächlich zu einem
dichten Teppich aus. In den ersten beiden Jahren nach der Pflanzung sollte rund
um die Pflanze Unkraut entfernt werden. Später hat die Elfenblume selbst einen
lückenlosen Teppich gebildet, der kein Unkraut durchlässt. Als Standort sind
schattige Stellen geeignet. Besonders unter Bäumen sowie an schattigen Teich-
und Bachrändern fühlt sich die Elfenblume wohl. Sie kann ebenfalls in Kübeln
oder Trögen gezogen werden.
Die Elfenblume erreicht eine Höhe von 15 bis 30 cm und kann von schneller
wachsenden Pflanzen überwuchert werden. Deshalb sollte bereits beim Einpflanzen
auf ausreichende Abstände zwischen den verschiedenen Pflanzen geachtet werden.
Mehrere Elfenblumen werden in einem Abstand von 35 bis 40 cm zueinander
gepflanzt, um ihnen ausreichend Fläche zum Wachsen zu geben.
Ihre volle Pracht entwickelt die Schattenstaude in einem sandigen, kalkfreien
Lehmmischboden. Optimale Bedingungen für die Pflanze sind gegeben, wenn der
Boden nährstoffreich, durchlässig und schwach sauer ist. Um das Wachstum der
Pflanze zu begünstigen, kann im Frühjahr eine kleine Menge Laubspreu, Kompost
oder Torf in den Boden gegeben werden. Bei älteren Pflanzen werden im Frühjahr
abgestorbene Blätter entfernt und ein bodennaher Rückschnitt vorgenommen. Nach
der Blütezeit treibt die Elfenblume neue Blätter.
Wenn der Wuchs der Schattenstaude zu stark ist, werden im Herbst einige
Ausläufer abgeschnitten. Bevor der erste Frost einsetzt, müssen junge und frisch
eingepflanzte Elfenblumen mit einer Laubdecke geschützt werden. Frost schädigt
die Pflanze und kann ihr schweren Schaden zufügen. Ältere Pflanzen dagegen sind
winterhart und benötigen keinen Schutz. Im Winter behalten die wintergrünen
Pflanzen ihre Blätter. In äußerst kalten Wintern kann es selbst bei wintergrünen
Sorten zu einem vermehrten Laubabwurf kommen.
Ist der Standort der Elfenblume ausreichend feucht, verträgt die Pflanze auch
einige Sonnenstunden pro Tag. Kalter und trockener Wind schadet der
Schattenstaude dagegen. Die Pflanze sollte daher windgeschützt angepflanzt
werden. Unter diesen Voraussetzungen entwickelt sich eine starke,
widerstandsfähige und pflegeleichte Pflanze. Sie wird kaum von Schädlingen oder
Krankheiten befallen. Vorbeugende Maßnahmen sind nicht erforderlich. Es sollte
lediglich auf Spuren des Dickmaulrüsslers und das Mosaikvirus geachtet werden.