Die ursprünglich aus Südamerika stammende
Engelstrompete, gerne auch
Trompetenbaum oder Stechapfel genannt, gehört zur Familie der
Nachtschattengewächse und avanciert in den Sommermonaten wegen ihrer
zahlreichen, in der Form einer Trompete ähnelnden Blüten zur Attraktion
eines jeden Gartens. Dabei können die sehr frostempfindlichen Pflanzen
einen strauchähnlichen Wuchs annehmen und eine durchaus imposante Größe
von bis zu fünf Metern Höhe erreichen, bei einer Blattlänge von
annähernd 40 Zentimetern.
Diese Angaben sind für einen deutschen Garten
allerdings eher von
theoretischer Natur. Hierzulande wird die Pflanze eher als Kübelpflanze
gehalten bzw. in der frostfreien Zeit in den Garten gepflanzt. Sie muss
aber definitiv vor Beginn der kalten Jahreszeit in wärmeren Gefilden
überwintern, ansonsten wären irreparable Schäden vorprogrammiert.
Dies kann durchaus ein heller Wohnraum mit knapp 18-20 Grad
Celsius sein. Der Trompetenbaum wird zum Überwintern zurück
geschnitten, auf Schädlingsbefall kontrolliert, in einen ausreichend
großen Kübel gesetzt und regelmäßig bewässert. Zwar kommt es im Laufe
der Zeit zum Austrieb mit entsprechenden Blattbildungen, aber diese
Triebe können kurz vor dem Auspflanzen (in der Regel nach den
Eisheiligen) zurück geschnitten werden, der Trompetenbaum wird schnell
wieder ausschlagen. Optimal wäre natürlich zum Überwintern ein heller,
kühler Ort mit circa 10 Grad Celsius. Leider ist dies nicht immer
gegeben.
Nach dem Auspflanzen benötigt der Trompetenbaum enorm viel
Flüssigkeit und Nährstoffe in Form von stickstoffhaltigem Dünger, der
die Blütenbildung anregen soll. Je größer der Baum wird bzw. je mehr
Blätter er besitzt, umso stärker wird auch sein Hunger und
Wasserbedarf. Gerade an heißen Sommertagen kündigt die Engelstrompete
seinen Durst durch herabhängende Blätter an, so dass ein Handeln
zwingend notwendig wird, wenn man vermeiden möchte, dass der Baum seine
Blätter abwirft.
Bei regelmäßiger Pflege, wird die Engelstrompete seine
Versorger aber mit zahlreichen, prachtvollen, fast 30 Zentimeter langen
Blüten belohnen. Meist zeigen diese sich im Juli und blühen bis in den
Oktober hinein. Dies ist aber abhängig von der Lage und den
klimatischen Bedingungen. Je wärmer der Sommer ausfällt, umso früher
zeigt der Trompetenbaum sein Blütenkleid, dessen Farbe recht
unterschiedlich sein kann.
In jungen Jahren fällt diese oftmals weißlich aus, färbt sich
im Laufe der Jahre aber tendenziell orange ein. Und das Leben eines
Trompetenbaumes kann bei fachgerechter Pflege sehr lange dauern.
Allerdings sollte die Engelstrompete regelmäßig auf Schädlinge
untersucht werden. Gerade die großen Blätter sind häufig ein Festmahl
für allerlei Ungeziefer.
Auch sollten Kinder vom Trompetenbaum ferngehalten werden.
Die Pflanzenteile – insbesondere die Blüten – sind sehr giftig und
können eine halluzinative Wirkung auslösen, durchaus auch mit tödlichem
Ausgang!
Engelstrompeten sind ein wahre Zierde des Gartens, zumal auch
die Vermehrung durch Stecklinge relativ einfach ist. Besitzt man eine
Engelstrompete, so wird man viel Freude daran haben – jahrelang!
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