Gartengemeinschaft.de

Gartentipps suchen
Unser Freund werden



Die Gartenecke
Zimmerpflanzen
Gartenpflanzen
Gartenteich
Gartengeräte
Gartenmöbel
Obstgarten
Gemüsegarten
Rasen
Schädlinge
Pflanzendüngung
Pflanzenvermehrung
Kompost
Gartengestaltung
Gartenpflege
Tipps & Tricks
Die Hausecke
Rund ums Haus
Technik & Energie
Einrichtung & Deko
Heimwerker Tipps
 

 

Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Erdbeerbaum

Erdbeerbaum





Die roten, entfernt an Erdbeeren erinnernden Früchte haben den Arbutus-Arten sowohl im deutsch- als auch englischsprachigen Verbreitungsraum ihren Populärnamen eingebracht. Was diesen Gehölzen - die übrigens zur Gattung Ericaceae (Heidegewächse) zählen - für die Nutzung als Zierpflanze seit jeher einen besonderen Reiz verleiht, ist die Tatsache, dass sie immergrün sind und zudem über kräftiggrünes, glänzendes Laub verfügen, das einen attraktiven Blickfang darstellt. Die Blüte setzt übrigens recht spät im Herbst ein und entfaltet sich heidegewächs-typisch zu hängenden Trauben von glöckchenförmigen rosa Blüten, denen rasch die Früchte folgen.

Im Handel wird allerdings üblicherweise meist nur Arbutus unedo angeboten, der bedauerlicherweise in winterkalten Regionen Deutschlands im Freiland keine reellen Überlebenschancen hat. Wo immer wieder mit überraschenden Früh- und Spätfrösten - insbesondere auch Kahlfrösten ohne Schnee - sowie extrem eisigen Winterwinden gerechnet werden muss, lässt sich diese Pflanze ausschließlich als Kübelpflanze mit Überwinterung in einem Kalthaus oder Wintergarten verwenden.

Anders in wintermilden Gebieten: auf den Britischen Inseln beispielsweise lässt sich dieser Strauch gut auspflanzen. Da Arbutus unedo aber sehr langsam wächst und zudem meist nicht über Wuchshöhen von etwa 2,5 Meter hinauskommt, lässt er sich ohne Probleme lange in großen Pflanzkübeln halten.

Weniger bekannt ist Arbutus menziesii, der beispielsweise in British Columbia (Kanada) weit verbreitet ist und sich bis zu einem breitkronigen kleinen Baum von etwa 10-15 Meter Höhe auswachsen kann. Er erhält einen zusätzlichen Schmuckwert durch die auffallend hell- bis purpurrot ausfärbende Borke. In seiner Heimat gilt diese Art des Erdbeerbaums als problemloser "Selbstvermehrer" durch Aussaat, da die Früchte bei Vögeln begehrt sind, massenweise verschleppt werden und überall Keimlinge entstehen lassen.

Da man die Pflanze in Deutschland aber kaum zu kaufen erhält, ist man gegebenenfalls auf eigene Aussaatversuche angewiesen, die aber viel Geduld erfordern. Zudem darf man sich durch die Heimat Kanada nicht täuschen lassen: das eher milde Meeresklima in British Columbia beschert den Bäumen andere winterliche Bedingungen, als etwa in deutschen Mittelgebirgen, wo immer wieder tiefgehend zufrierende Böden im Verein mit extrem austrocknenden Winden insbesondere jungen Immergrünen das Überleben erschweren. Übrigens sollen die Früchte der "Pacific Madrone" (so der kanadische Name von A. menziesii) von den Indianern auf vielerlei Art genutzt worden sein.

Schließlich ist gelegentlich Arbutus andrachne (od. andrachnoides) im Handel - der so genannte Griechische Erdbeerbaum entwickelt einen ähnlichen Habitus wie A. menziesii und dessen rote Borke, bleibt aber mit Endhöhen von meist um 4,5 Meter deutlich kleiner. Leider ist auch er in kalten Regionen im Freiland nicht einsetzbar.


Diese Seite empfehlen | Diese Seite verlinken





Beliebte Artikel:

Englische Rosen
Camelia / Kamelie
Flieder
Pfingstrosen



Sie können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns auf Ihre Tipps:


Leser-Kommentare (0)


Ihr Name:


Ihr Kommentar:


Sicherheitsabfrage:






Impressum · Online Redakteur gesucht · Haftungshinweise · Sitemap