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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Essigbaum entfernen / vernichten

Essigbaum entfernen / vernichten





Die Herbstsonne taucht seine Blätter in feurige Farbenpracht, die an das Farbenmeer des Indian Summer denken lässt. Die Form seiner geschlitzten Blätter wirkt bizarr und exotisch. Aufgrund dieser optischen Eigenschaften wurde in den 60er Jahren vor allem die geschlitztblättrigen Formen des Essigbaums “Rhus hirte dissecta” und Rhus hirte lacinata” in deutsche Gärten und Vorgärten gepflanzt.

Von dort aus trat die eigentlich aus dem Osten der Vereinigten Staaten und Kanada stammende Pflanze ihren Siegeszug durch die deutsche Gartenlandschaft an. So ist der robuste Baum, der unermüdlich neue Nachkommen zeugt, so manchem Gärtner vom Segen zum Fluch geworden. Wer versucht, den Gast nach jahrelangem Besuch wieder zu vertreiben, der beißt oft auf Granit.

Der Essigbaum vermehrt sich durch Wurzelschösslinge, die sich aus seinen flach wachsenden Wurzeln bilden, die in etwa einem Durchmesser von 5 Metern rings um den Baum verlaufen. Dieses dichte Geflecht bringt bei idealen Standortbedingungen, wie nährstoffarmen, sandigen Böden, nicht selten bis zu 30 neue Pflanzen pro Saison hervor.

Wer versucht, die Invasion durch kontinuierliches Abmähen zu verhindern, schwächt die Pflanze zwar etwas, wird sie dadurch aber nicht zur Kapitulation bewegen. Auch das arbeitsaufwendige Ausstechen der Jungpflanzen hat bisher in den meisten Fällen nur sehr geringen Erfolg gezeigt, da das dichte Wurzelwerk dadurch nur sehr geringen Schaden erleidet, den es leicht kompensieren kann.

Soll der Essigbaum also tatsächlich vollständig und für immer verschwinden, gibt es nur wenig effektive Möglichkeiten.

Die eine besteht darin, nach dem Fällen des Mutterbaums das verwurzelte erdreich abzutragen. Dazu ist eine Grabung von ca. 2 Metern Tiefe nötig, da der Essigbaum als Flachwurzler seine Ausläufer nicht tiefer verbreitet. Trotzdem wird für diese Arbeit zumindest ein kleiner Bagger nötig sein.

Wegen der großen Reichweite der Wurzeln nach außen, ist die Abtragung aber in einem Umkreis von ca. 6 Metren um den Mutterbaum unumgänglich. Verbleiben bei dieser Methode noch einige Wurzeln im Erdreich, können auch hier in den Folgejahren noch neue Schösslinge entstehen, die aber nach und nach samt dem wenigen verbleibenden Wurzelwerk ausgestochen werden können. Auf diese Weise sollte der Garten in einigen Jahren “rhusfrei” sein.

Wem große Baggerarbeiten zu aufwendig sind oder der Standort des Baums diese nur mit Gefahr für andere Gartenbewohner zulässt, dem bleibt nicht viel mehr, als zur chemischen Keule zu greifen.

Da von chemischen Mitteln, auch wenn mit Bedacht angewandt, immer eine gewisse Gefahr für Mensch und Tier ausgeht, sollten sie nur als Mittel der letzten Wahl gelten, wenn alle anderen Möglichkeiten bereits ausgeschieden sind oder versagt haben. Dass die Angaben des Herstellers zur Verwendung penibel einzuhalten sind, ist hoffentlich eine Selbstverständlichkeit.

Das Unkrautvernichtungsmittel Roundup eignet sich gut zum eliminieren des Essigbaums. Ein Einsatz der 5%igen Lösung, auf die frische Schnittstelle des Mutterbaums gespritzt oder gestrichen, verhindert den Widerausschlag sehr sicher.
Bei Bedarf kann die Chemikalie auch durch Eingebohrte Löcher im Baumstamm eingespritzt werden.

Achtung:

Beim Umgang mit Unkrautvernichtungsmitteln ist absolute Gewissenhaftigkeit gefragt!

Wer sich mit keinem der Vorschläge anfreunden kann, dem bleibt immer noch die Möglichkeit, Frieden mit dem zugegeben etwas schwierigen Zeitgenossen zu schließen und nur seine Schösslinge mit dem Rasenmäher etwas im Zaum zu halten.
Er wird uns diese Großzügigkeit mit seinem wunderbaren und prächtigen Farbspiel im Herbst vergelten.


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