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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Feigenbaum überwintern

Feigenbaum überwintern





Feigenbäume können in unseren Gefilden wachsen und auch Früchte bringen. Allerdings sollten diese Bäume an einer sonnigen, warmen und geschützten Stelle gepflanzt werden. Der beste Standort wäre eine südlich gelegene Mauer oder Hauswand. Die Früchte sind im Gegensatz zu den gekauften Feigen recht klein.

Vor der Pflanzung sollte die Erde vorbehandelt werden, denn sie soll nur schwach sauer reagieren. Eine Pflanzung ist aber auch in neutraler Erde möglich. Ein Feigenbaum benötigt zwischen 2 und 3 m².

Eine Besonderheit dieser Bäume besteht darin, dass sich die Wurzeln sehr schnell und weit verbreiten. Durch diesen Umstand kommt es nur zu einer geringen Fruchtbildung. Um eine geringe Ernte zu vermeiden, sollte an den Seitenwänden undurchdringliches Material angebracht werden und der Boden mit Schottermaterial aufgefüllt werden.

Feigenbäume werden im Frühjahr gepflanzt, wobei gleichzeitig eine geringe Düngung erfolgen sollte. Sie sollten möglichst keinen kalten Winden ausgesetzt werden. Die meisten Feigenbäume sind selbstbefruchtend und können bis zu minus 10 Grad vertragen. An geschützten Stellen auch bis zu minus 20 Grad.

Während der Wintermonate wird der Feigenbaum durch eine dicke Mulchschicht oder Holzwolle und Blätter geschützt. Nach Möglichkeit sollte um den Baum ein Gestell errichtet werden, der die Schutzschicht an Ort und Stelle hält. Geeignet sind auch Zweige der Tanne, Vlies oder normale Schilfmatten, die am Stamm befestigt werden. Dabei ist darauf zu achten, dass vor der Überwinterung die Blätter schon abgefallen sind.
Die noch am Baum befindlichen Früchte reifen erst im nächsten Jahr und müssen so lange am Baum bleiben. Bei jungen Pflanzen werden die Triebe hinunter gebunden und mit Erde bedeckt.

Sobald kein Frost mehr in der Erde ist, kann die Schutzhülle an der Feige entfernt werden. In sehr langen und kalten Wintermonaten kann es durchaus passieren, dass die Zweige des Feigenbaumes trotz Schutzhülle erfroren sind. In diesem Fall werden die Äste so weit geschnitten, bis wieder gesundes Holz erkennbar ist. Der Feigenbaum treibt dann von unten wieder aus.

Gerade in Gegenden mit einem rauen Klima kann man Feigenbäume nicht im Freien überwintern. Hier bietet es sich an, dass die Bäume in großen Töpfen gepflanzt werden und zur Überwinterung im Keller oder Gewächshaus ihren Platz finden. Dabei ist darauf zu achten, dass die Pflanzen dunkel gehalten werden, weil sie sonst zu zeitig neu austreiben. Verschnitten werden die Bäume nach Beendigung des Frostes, also in den Monaten Februar bis März. Bei jungen Bäumen werden die Triebe bis auf 20 cm eingekürzt. Bei älteren Bäumen wird nur ab und zu ausgelichtet oder ein alter Ast entfernt.


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