Fuchsien gehören mit ihren interessanten, meist zweifarbigen,
Blüten zu den beliebtesten Balkonpflanzen. Sie werden meist als
Kübelpflanzen kultiviert, es gibt jedoch auch winterharte Sorten,
die an einem geschützten Standort direkt in den Garten gepflanzt
werden. Fuchsien bevorzugen einen halbschattigen Standort, pralle Sonne
wird ebenso schlecht vertragen, wie starker Wind.
Um die Blüten zu entwickeln, benötigen die Pflanzen
mindestens 16 Stunden Tageslicht. Als Substrat ist eine
durchlässige Blumenerde zu empfehlen. Auch Geranienerde eignet
sich gut. Fuchsien mögen feuchte Erde und eine relativ hohe
Luftfeuchtigkeit. Bei sehr trockener Luft sollten sie daher öfters
überbraust oder besprüht werden. Dabei darauf achten, dass
dies nicht in der prallen Mittagssonne geschieht, die Blätter
können sonst leicht verbrennen.
Angeboten werden Fuchsien in vielen verschiedenen Formen. Es
gibt
hängende Sorten, die sich besonders gut zum Bepflanzen einer
Blumenampel eignen und stehende Sorten in den verschiedensten
Größen von 20 Zentimeter bis 2 Meter Höhe. So kann
jeder für sich die passende Pflanze finden. Auch die
Blütengröße variiert je nach Sorte.
So gibt es Arten mit vielen winzigen Blüten ebenso wie
Pflanzen,
deren Blüten leicht eine Größe von 10 bis 20
Zentimetern erreichen. Ebenso sind gefüllte und ungefüllte
Arten im Handel erhältlich. Die Blüten sind außen oft
rosa oder weiß, die inneren Blütenblätter haben Farben
von weiß über verschiedene Rot- und Violett-Töne bis
hin zu einer fast schwarzen Färbung. Es ist für jeden
Geschmack etwas Passendes dabei.
Ihre Blüten zeigen die Fuchsien von den Frühlingsmonaten bis
in den Herbst hinein. Während dieser Zeit müssen die Pflanzen
regelmäßig gedüngt werden. Am besten erfolgt dies
wöchentlich mit einem Flüssigdünger, der genau nach den
Angaben des Herstellers dosiert wird. Lässt dennoch im Sommer die
Blühkraft der Fuchsien nach, kann diese durch Einkürzen zu
lang gewordener Triebe wieder verbessert werden.
Leicht lassen sich die Fuchsien über Stecklinge vermehren.
Dazu
werden im Frühjahr leicht verholzte Seitentriebe ohne Knospe
abgeschnitten und in Anzuchterde oder Kokossubstrat gesteckt. Auch ein
Bewurzeln in Wasser ist meist erfolgreich möglich. An ein
Südfenster gestellt, wurzeln diese Ableger recht zuverlässig.
Fuchsien werden, weil sie auch leichte Nachtfröste recht gut
vertragen, erst Ende Oktober oder November in ihr Winterquartier
geräumt. Dieses sollte am besten dunkel sein und eine Temperatur
von etwa 12 Grad haben. Nur die trockenen Blätter und Blüten
werden entfernt, kräftig zurück geschnitten werden die
Fuchsien erst im Frühjahr bevor sie wieder frisch austreiben.
Bei dieser Gelegenheit können auch die bereits erwähnten
Ableger geschnitten werden. Während der Winterruhe werden die
Pflanzen nur wenig gegossen, einmal im Monat genügt vollkommen.