Wird der Oleander, besonders im Hochsommer, nicht genügend gegossen, bekommt er gelbe Blätter, die abfallen.
Oleander - auch unter dem Namen Rosenlorbeer bekannt - ist ein Hundsgiftgewächs. Die starke Giftigkeit des Oleanders geht auf die dem Strophantin ähnlichen Herzglykoside zurück. Man sollte die Blätter und Blüten nicht in den Mund stecken, Kinder und Haustiere von der Pflanze fern halten. Zum Teil wird das Borkenpulver als Rattengift verwendet.
Oleander blüht vor allem im Mittelmeerraum, wo er in Kiesbetten oder an Bächen und Flüssen bis zu vier Metern hoch werden kann, Er hat grau-grüne, paarige oder quirlige Blätter, die schmal und spitz zulaufend etwa 15 cm lang werden. Die Blüten haben einen Durchmesser von drei bis fünf cm, sind rosa oder weiß, können aber, wenn sie gefüllt sind, von dunkelrot über pink, orange, gelb bis zu weiß alle Farbtöne annehmen. Die Wildform mit einer kräftigen rosaroten Krone mit fransigen Schlundschuppen ist tellerförmig angelegt. Insekten bestäuben die Pflanze, und die Fruchtknoten entwickeln schotenartige Kapseln, die rote Samen frei geben, aus denen neue Pflanzen entstehen.
In unseren Breiten wächst der immergrüne Oleander auch in Kübeln, blüht sehr lange, und die farbigen Blüten duften gut. Lange Kelchlappen und intensiver Duft weisen auf Kreuzungen mit dem indischen Oleander hin. Weiße Oleanderblüten haben kein Aroma.
Oleander benötigt im Sommer viel Wasser und nimmt Staunässe schnell auf. In freier Natur kann die Erde trocken sein, aber der Oleander findet mit seinen weit verzweigten Wurzeln immer Wege zum Wasser. Wird er zuwenig gewässert, verfärben sich zuerst seine unteren Blätter gelb, fallen ab, und er kann nicht richtig blühen. Wird er zweimal pro Woche gedüngt und bekommt einen hellen, sonnigen Standort entfaltet er sich am besten.
Wer seinen Oleander vermehren möchte, schneidet leicht verholzte Triebe ab und pflanzt sie in einen Topf, der an einer schattigen Stelle stehen sollte. Hat man Glück, fangen nach einigen Wochen die Stecklinge an zu treiben. Erst nach einem Jahr sollte umgetopft werden.
Der Oleander überwintert am besten an einem kühlen Ort, der nicht kälter als 10° C sein darf und dunkel sein kann. Behält man den Oleander über Winter in einem hellen Zimmer, sollte es etwas wärmer sein. Während der Wintermonate verträgt der Oleander nur sehr wenig Wasser.
Im Frühling wird der Oleander nicht beschnitten, weil er sonst erst zum Herbst oder im darauffolgenden Jahr blüht. Ist der Oleander zu breit oder hoch geworden und müssen die Zweige beschnitten werden, dann ist der Herbst die richtige Jahreszeit. Hilfreich ist, die Pflanze im Frühjahr und Herbst mit einem Pflanzenschutzmittel zu behandeln, um sie vor Spinnmilben zu schützen, die die Wurzeln anfressen.