Geranien, den Storchschnabelgewächsen zugeordnet, sind
äußerst beliebte Garten- und vor allem Balkonpflanzen, die
gegen April hierzulande in fast allen Supermärkten und
Gartenfachgeschäften feilgeboten werden. Kein Wunder, denn die
Geranien beeindrucken durch ihre imposante Blütenpracht und
Farbenvielfalt. Dabei sind sie sogar noch relativ anspruchslos in der
Pflege und fühlen sich besonders an einem sonnigen Standort wohl.
Natürlich müssen auch diese Pflanzen regelmäßig
gegossen und gelegentlich gedüngt werden, damit ein imposanter
Blütenstand erreicht wird. Empfohlen wird ein morgendliches und
abendliches Gießen der Pflanzen. Die Düngung sollte einmal
die Woche vorgenommen werden.
Trotz des Überangebots an Geranien in zahlreichen Läden,
sollte nicht vorschnell gehandelt und die Pflanzen zu früh in den
Garten gesetzt werden. Geranien sind sehr frostempfindlich. Hierbei
muss es noch nicht einmal zu Bodenfrost gekommen sein, um eine Geranie
zu zerstören. Oftmals reicht z.B. schon ein eisiger Wind aus, um
vor Wind ungeschützt stehende Geranien in Hängeampeln oder
auf Balkonen zu schädigen.
Erfahrene Hobbygärtner warten oftmals die Eisheiligen ab,
bevor
sie Geranien in den Garten pflanzen, oder stellen diese Pflanzen
zumindest gut geschützt dicht ans Haus heran. Ist diese Gefahr des
„Erfrierens“ aber nicht mehr gegeben, so steht einer
ausgiebigen Blüteperiode von Ende Mai bis in den Herbst hinein
nichts mehr im Wege. Zwischenzeitlich sollten gelbe Blätter oder
alte Blütenstände entfernt werden, damit sich Neue ausbilden
können.
Durch eine Vielzahl an Züchtungen neuer Typen können
Pflanzenfreunde auf Geranien in allen erdenklichen Farben und
Blütengrößen zurückgreifen. Am häufigsten
anzutreffen sind aber dennoch Geranien mit leuchtendroten, sehr
großen Blüten, die dicht nebeneinander gesetzt auch aus der
Ferne betrachtet wie ein flammendrotes Meer wirken können und
äußerst attraktiv erscheinen. Aber auch weiße oder
rosafarbene Geranien sind sehr beliebt. Sehr ansehnlich wirken auch
Hängegeranien mit kleineren, zweifarbigen Blüten – eine
willkommende Abwechslung zu den stehenden Geranien.
Beim Einpflanzen in Topfgefäße oder Pflanzkästen sollte
beachtet werden, dass das Setzen einer unteren Kiesschicht ein
Austrocknen während heißer Sonnentage verhindert, in der
sich Wasser für das Wurzelwerk sammeln kann. Auf den Kies sollte
eine Vliesschicht aufgebracht werden, damit die Geranienwurzeln nicht
in den Kies eindringen können. Dies muss natürlich nicht beim
Einpflanzen in ein Beet beachtet werden. Hierbei gilt nur die
Einhaltung von circa 20 Zentimeter Pflanzabstand zwischen den einzelnen
Geranien.
Geranien können durchaus im Haus überwintern. Vorher sollte
man die Pflanzen aber gut auf Schädlinge untersuchen.
Kräftige Pflanzen werden nach einem erneuten Einpflanzen im Mai
mit Sicherheit wieder prächtig blühen. Insofern sollte schon
beim Kauf auf kräftigen Wuchs und Blätter geachtet werden, um
sich dann monatelang am Farbenspiel der Geranien erfreuen zu
können.