Die Wahl der richtigen Folie in einem Gewächshaus ist für das Wohlbefinden der Pflanzen entscheidend. Dem Hobbygärtner stellen sich allerdings einige Probleme bei der Auswahl. Es empfiehlt sich, verschiedene Folien genau zu vergleichen.
Wichtig ist beispielsweise, dass die Folie genügend Licht hindurchlässt, damit die Pflanzen weiterhin Photosynthese betreiben können. Folien, die besonders lichtdurchlässig sind, tragen meist den Zusatz "antidust", denn sie ziehen weniger Staub an und sorgen so für genügend Helligkeit unter der Folie. Zugleich sollten Folien beständig gegen UV-Strahlen sein.
Dies verlängert die Lebensdauer entscheidend. Einige Hersteller von Abdeckfolien für Gewächshäuser gewähren daher Garantien, manchmal gar bis fünf Jahre. Neuere Arten von Abdeckfolie bestehen aus bis zu fünf Schichten und regulieren dadurch optimal die Lichtdurchlässigkeit.
Ein umweltfreundliches Folienmaterial zu wählen ist für den Gartenfreund ebenfalls ein Gewinn. So können beispielsweise LDPE-Folien (Low Density Polyethylen) nach Gebrauch schadstoffarm verbrannt werden.
Auch wenn es nett aussieht: Von farbigen Abdeckfolien für Gewächshäuser sollte man lieber die Finger lassen, da sie sich eher für wärmere Regionen eignen und die Pflanzen kühlen statt wärmen.
Wenn man eine Abdeckfolie für den Garten und nicht fürs Gewächshaus benötigt, so ist es auch wichtig, dass die Planen gegen Hagel, Schnee und stürmische Regenschauer beständig sind. Schließlich darf ein Gärtner auch seine geflügelten Helfer nicht vergessen: Abdeckfolien sollten beispielsweise weiterhin die Befruchtung durch Bienen ermöglichen.
Je nach Qualität der Folie variiert natürlich auch der Preis. Günstige Gewächshausfolien sind bereits für fünf Euro pro Meter erhältlich, die langlebigen und daher empfehlenswerten Folien kosten bis zu 15 Euro pro Meter, wobei sich die Investition langfristig auszahlt.
Gewächshausfolie wird übrigens nicht nur in Gewächshäusern eingesetzt, sie kann zum Beispiel auch verwendet werden, um Abdeckungen für Frühbeete oder Gewächshaustunnel einzurichten. Ins Gewächshaus bringen oder mit einer Abdeckfolie schützen sollte man tropische ebenso wie subtropische Pflanzen, Gemüse- und Balkonpflanzen, Trompeterstöcke und Passionsblumen. Jedoch sollte beachtet werden, dass die Abdeckplanen den Pflanzen nicht schaden. Besonders Triebe, Blüten und Früchte müssen vorsichtig behandelt werden, zudem darf unter der Plane kein kühler Luftzug entstehen.
Zimmerpflanzen wie beispielsweise Palmen müssen, auch wenn sie sich im Sommer im Garten wohl gefühlt haben, ebenfalls ins Gewächshaus gebracht oder mit einer Abdeckfolie geschützt werden. Jedoch reicht es hier aus, die Pflanzen in der Nacht mit der Plane zu schützen.
Tagsüber kann man diese wieder entfernen. Steht eine besonders kalte Wetterfront bevor, müssen soweit möglich auch Pflanzen, die sonst nur abgedeckt werden, in ein Gewächshaus, Treppenhaus oder einen Keller gebracht werden.