Der Ginster ist eine Pflanze, die einen sonnigen Standort liebt. Die Pflanze gedeiht auf nährstoffarmen Böden- wie auf Sand, Schutt und Kies- am besten. Die Sträucher überstehen heiße, extrem trockenen Südlagen, denn ihr Laub verdunstet nur wenig Wasser. Ihre tief reichenden Pfahlwurzeln können Wasser aus tiefen Bodenschichten entnehmen. An ihren Wurzeln sitzen winzig kleine Knöllchenbakterien, die Luftstickstoff in Dünger umwandeln. Dadurch braucht man Ginster nicht zu düngen.
Der Ginster gehört zur Familie der Schmetterlingsblütler und stammt ursprünglich aus dem mediterranen Raum. Mittlerweilen gibt es 50 Arten. Je nach Sorte erreicht der Ginster eine Höhe von 50 bis 150 cm, einige Arten sind auch als Bodendecker geeignet. Die Blätter sind wechselständig und ungeteilt.
Am bekanntesten ist bei uns wohl der Besenginster, ein aufrechter Strauch mit besenartigen überhängenden Ästen. Er blüht zwischen Mai und Juni und hat meistens gelbe Blüten, einige Züchtungen haben auch schon orangebraune, rote, rosa und cremeweiße Blüten.
Ginster passt ausgezeichnet in Heide- und Steingärten neben Gräser, Kiefern, Wildrosen und Wacholder. Für Terrassen mit Südlage ist er eine ideale Kübelpflanze. Mit seinen Schmetterlingsblüten auf den filigranen Zweigen sieht er sehr dekorativ aus und sollte in Ihrem Garten auch nicht fehlen.
BeschnittDurch den bogigen, überhängenden Bewuchs können Ginster sehr schnell große Grundflächen einnehmen. Am Boden aufliegende Treibe können Wurzeln bilden und neue Pflanzen bilden. Außerdem vermehren sie sich durch ihre Samen. Damit der Ginster sich nicht allzu stark ausbreitet, sollte er von Anfang an regelmäßig beschnitten werden.
Der Ginster verträgt keinen radikalen Rückschnitt aller Treibe.
Äste, Zweige und aus der Form gewachsenen Treibe sollten leicht und vorsichtig geschnitten werden. Am besten ist es, wenn die Prozedur nach dem Frost im Frühling wiederholt wird. Damit werden der Neuantrieb und der Blütenansatz der Pflanze angeregt.
Hinweis: Wenn die Spitzen braun werden, ist Kälte in die frischen Schnittwunden eingedrungen.
Bei älteren Pflanzen mit größeren Stämmen kann man einen Schnitt ins Altholz wagen. Trotzdem sollte man sie nicht zu tief schneiden, sondern sie bei einer Höhe von ca. 50 cm belassen- sie treiben sonst weniger stark aus.
VermehrungBei Umpflanzarbeiten sollte man darauf achten, den Wurzelballen komplett zu bekommen. Die Pfahlwurzel sollte tief und möglichst mit großem Wurzelwerk ausgegraben werden.
Stecklinge sollte man im Spätherbst entnehmen. Empfohlen wird ein Steckling von mindestens 15 cm Länge.
Hinweise
Alle Ginsterarten sind leicht giftig! Vergiftungssymptome sind erhöhter Speichelfluss, Unruhe, Erregung und allgemeine Schwäche.
Gartenbesitzer in Wald- und Feldnähe ziehen mit Ginster Rehe und Kaninchen an. Es ist empfehlenswert, einen Maschendraht um den Ginster zu ziehen. In den Sträuchern halten sich zudem gerne Zecken auf.
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