Der Granatapfelbaum ist ein kleiner Baum, der bis zu 3 m hoch wird. Daher ist er eine beliebte Pflanze für den Balkon und die Terrasse. Er wird als Strauch oder Hochstämmchen gehalten. Die Blüten des Granatapfelbaumes sind glockenförmig. Bei der wilden Pflanze sind die Farben der Blüten leuchtend rot, während bei den gezüchteten Pflanzen auch andere Blütenfarben vorkommen. Die Blüten öffnen sich im Sommer und lassen den Granatapfelbaum durch ihre leuchtende Farbe erstrahlen. Aus den Blüten bildet sich der Granatapfel. Er hat die Form und die Größe von Äpfeln. Wenn die Granatäpfel vollreif sind, platzen sie auf.
Im Inneren hat der Granatapfel rotes Fruchtfleisch, das saftig ist und die Samen umhüllt. Der Saft des Granatapfels wird für die Herstellung von Getränken genutzt, seine Schale als Färbemittel und Gerbmittel.
Die ersten Blüten und Früchte trägt der Granatapfelbaum im Alter von etwa drei Jahren.
Schon seit mehreren tausend Jahren ist der Granatapfelbaum eine Kulturpflanze. Er wird einige hundert Jahre alt und kommt heute in mehreren Zuchtformen vor. Die Unterschiede zwischen den einzelnen Züchtungen liegen in ihrer Höhe, ihren Blütenfarben und der Fruchtgröße.
Die Pflege des Granatapfelbaumes ist recht einfach. Der Standort sollte so gewählt sein, dass der Baum den ganzen Tag über in der Sonne steht. Sein Standort sollte zudem windgeschützt und zugfrei sein. Auch an schattigen Plätzen kann der Baum stehen. Jedoch gibt es dort eine geringere Blütenanzahl und somit eine geringere Anzahl von Früchten.
Ende März, wenn die schlimmste Frostzeit vorbei ist, wird der Granatapfelbaum wieder ins Freie gestellt. Nun wird er bis September etwa alle ein bis zwei Wochen gedüngt. Zudem werden die Zweige leicht zurückgeschnitten, um seine Form zu erhalten. Der Granatapfelbaum wird ausgiebig gegossen. Die Erde muss bis zu den untersten Wurzeln mit Wasser durchtränkt sein. Fehlt dem Baum Wasser, verliert er Blätter.
Der Granatapfelbaum wird etwa jedes zweite bis vierte Jahr umgetopft, wenn der Wurzelballen nicht mehr ausreichend Platz im Pflanzgefäß hat. Die Größe des Topfes ist abhängig von der Größe des Baumes.
Ab dem Monat August werden die Wasser- und Düngmenge verringert, um einen Austrieb im Winterquartier zu verhindern. Ein zu früher Austrieb wirkt sich ungünstig auf die Blütenbildung aus.
Beim Umzug ins Winterquartier können schwache Triebe abgeschnitten und zu lange Triebe gekürzt werden. Im Herbst verliert der Baum seine Blätter. Dadurch sinkt die benötigte Menge an Licht und Wasser. Die Erde wird über die Winterzeit lediglich feucht gehalten. Der Granatapfelbaum wird im Winter in einem frostfreien Zimmer untergebracht.
Die Temperaturen sollten dabei etwa bei 5 °C liegen.