Die Hainbuche, auch als Weißbuche bekannt, ist robust, sehr
anspruchslos in der Pflege und darüber hinaus auch mit dem lange
haftenden Laub auch im Winter noch sehr lange ein guter Sichtschutz,
der sich somit perfekt als Hecke eignet. Der Herbst und das
Frühjahr sind Zeiten, in denen zum einen die goldgelbe
Färbung und zum anderen der frische und grüne Laubaustrieb
diese Pflanze optisch sehr gut im Garten wirken lassen. Das macht die
Hainbuche nicht nur für den Menschen zur Anpflanzung im eigenen
Garten attraktiv. Auch Vögel schätzen das dichte Laubwerk und
nutzen die Hecke folglich gern zur Brut.
Als Hecke genutzt sollte die Hainbuche auf etwa 1 Meter bis
maximal 4
Meter Höhe gehalten werden. Ihr gutes Wachstum verlangt vom
Gärtner einen zweimal jährlichen Schnitt. 30 Zentimeter
Wachstum pro Jahr sorgen zwar für einen schnell gewachsenen
Sichtschutz im Garten, machen aber den regelmäßigen
Rückschnitt umso notwendiger.
Der erste Schnitt sollte dann etwa im Februar bis März
erfolgen
und ein weiteres Mal sollte ein Rückschnitt im Juni bis Juli in
Angriff genommen werden, um größere Auswüchse zu
vermeiden. Gerade der Frühjahrsschnitt wird dann noch vor die
Brutzeitzeit gelegt, um der heimischen Fauna hier nicht störend in
die Brut einzugreifen.
Da die Hainbuche sehr robust wächst, kann auch ein rigoroser
Verjüngungsschnitt problemlos angegangen werden, gerade wenn die
Pflanze schon Höhen erreicht hat, die dies ohne Sichtschutzverlust
möglich machen. Weil die Hainbuche Wurzeln nur bis zu einer Tiefe
von 35 Zentimeter ausbildet, ist sie als Einzelgewächs sehr
windanfällig. Gärtner sollten dies beim Anpflanzen einer
einzelnen Hainbuche auch hinsichtlich des Standortes beachten.
Botanisch ist die Hainbuche verwandt mit den Birkengewächsen.
Mit
der Rotbuche hat sie keinerlei Verwandtschaft, auch wenn sie ihr
äußerlich etwas ähnlich ist. Die helle Holzfarbe gibt
ihr auch den Zweitnamen Weißbuche. Im Kaukasus sind Hainbuchen zu
finden, die eine Höhe von 35 Meter haben und ein Höchstalter
von 150 Jahren erreicht haben.