Bei der Vielzahl an Sträuchern und Büschen fällt es
manchem Hausbesitzer schwer, die für sein Grundstück
geeigneten Pflanzen auszuwählen – sollen sie ihn doch viele
Jahre lang erfreuen und möglichst pflegeleicht und anspruchslos
sein. Der Hartriegel (Cornus) ist ein beliebter Zierstrauch, der einen
halbschattigen Standort und ein wenig Kompost im Herbst mit
ausdauerndem Wachstum und – je nach Sorte – roten, blauen
oder weißen Früchten dankt.
Von den vielen Unterarten des Hartriegels dürfte die
sogenannte
Kornelkirsche, in Europa die bekannteste sein. Der auch Hornstrauch
genannte Hartriegel stammt ursprünglich aus Nordamerika,
fühlt sich jedoch überall auf der Nordhalbkugel sehr wohl. Da
es auch Hartriegelarten in Asien und den Tropen gibt, kann man dieses
Gewächs beinahe überall auf der Welt antreffen, wenngleich
nicht jede Sorte überall gut gedeiht.
Obwohl der Hartriegel zu den Sträuchern gezählt wird, kann er
über 10 Meter hoch werden, was jedoch die Ausnahme bleibt. Erfreut
man sich bereits während des Sommers an den schönen
Blüten und Früchten dieses Strauches, entfaltet er im Herbst
mit seiner kräftigen roten Blattfärbung seine wahre
Schönheit. Da die Triebe mit den Jahren an Farbintensität
verlieren, sollte man den Strauch regelmäßig beschneiden;
dies fördert außerdem einen kräftigen und dichten Wuchs.
Der Hartriegel kann durch Stecklinge oder Sämlinge recht
einfach
vermehrt werden. Allerdings sollte man dabei ein gutes Maß an
Geduld aufbringen, da die jungen Triebe in den ersten drei Jahren kaum
wachsen und erst im vierten oder fünften Jahr mit der Blüte
beginnen. Wer nicht ganz so lange warten möchte, kann einen
Hartriegelstrauch auch teilen und damit schnellere und vor allem
sichtbarere Ergebnisse erzielen.
Bei einigen Hartriegelsorten sind die beerenartigen Früchte
genießbar bis wohlschmeckend. Besonders Gelees, Marmeladen und
Liköre können aus den vorwiegend säuerlich-herb
schmeckenden Beeren hergestellt werden. Bei Vögeln ist der Strauch
sehr beliebt, durch sie erfolgt auch die überwiegende Verbreitung
der Samen. Obwohl die Früchte in vielen Ländern teils roh,
teils konserviert gegessen werden, können sie bei Kindern
Magenbeschwerden hervorrufen. Auch Meerschweinchen und Hamster sollten
möglichst nicht mit dem Hartriegel in Berührung kommen.
Wie der Name schon sagt, ist das Holz des Hartriegels sehr
hart und
deshalb für Schnitz- oder Drechslerarbeiten hervorragend geeignet.
Wegen der formstabilen Eigenschaften des Holzes wird es
überwiegend zur Herstellung von Messergriffen und
Musikinstrumenten benutzt; auch Spazier- und Wanderstöcke bestehen
oft aus Hartriegelholz.
Der Hartriegel ist für alle, die sich an ihrem vielseitigen
und
ausdauernden Strauch erfreuen wollen, genau die richtige Wahl. Nicht
umsonst hat sich ein nordamerikanischer Bundesstaat den
Hartriegelstrauch als „Nationalgewächs“ auserkoren.