Bei den Heckenkirschen trifft der Ausspruch: „Wer
die Wahl hat, hat die
Qual“ voll und ganz zu, denn es gibt um die 180 bis 200 Arten. Vielen
Gartenliebhabern sind sie auch unter dem Namen Geißblatt bekannt und
natürlich mit der lateinischen Bezeichnung Lonicera.
Nach welchen Auswahleigenschaften gehen wir also bei so
vielen verschiedenen Arten? Nun gibt es die interessante Frage, welchen
Effekt diese Pflanze haben soll. Soll sie als Bodendecker wirken, einen
roten oder weißen Farbton haben? Wann soll sie blühen? Soll sie als
Abgrenzung zum Nachbarn dienen? Dies sind nur einige Beispiele.
Natürlich spielen auch der Anschaffungspreis und die Anforderungen an
den Boden eine Rolle. Natürlich ist auch ein Blickfang im Vorgarten
nicht zu verachten.
Bereits die Blüten der Heckenkirschen geben ein Beispiel an
Faszination und zeigen die vielfältigen Spielarten der Natur. Sie sind
außer beim Menschen auch in der Tierwelt beliebt, so bei Bienen,
Hummeln und Nachtfaltern, welche sich zwischen den Blüten sehr wohl
fühlen. Später bereiten auch die farbenfrohen Früchte als wahre
Hingucker viel Freude. Anfänglich machen die Pflanzen ein wenig Arbeit.
Zunächst werden die Stecklinge gesetzt, welche Liebe und
Zuwendung verlangen. Dazu gehört regelmäßig Unkraut zupfen und gießen.
Die herangewachsenen Hecken danken es später, indem sie wenig Aufwand
verlangen. Die Heckenkirschen sind sowohl als Gruppensträucher, als
Flächendecker und ebenso als ansprechende Heckenpflanzen geeignet. Die
Blütezeit erstreckt sich über die Monate Mai und Juni.
Die Tatarische Heckenkirsche passt sich hervorragend an Sonne und
Schatten an. Wunderschöne rosa Blüten schmücken den imposanten Strauch,
der im Laufe der Zeit bis zu vier Metern hoch wachsen kann. Ihre roten
und für den Menschen giftigen Beeren leuchten von Juli bis August und
sind bei Singvögeln sehr beleibt. Sie eignet sich auch für Schatten und
für Unterpflanzungen und verträgt, wenn sie groß ist, sogar Sonne oder
raues Klima - bis hin zum Stadtklima.
Die Rote Heckenkirsche, auch als Gemeine Heckenkirsche
bekannt, ist gerade bei Schmetterlingen hochgeschätzt. Sie verträgt
sowohl Schatten als auch Trockenheit und Sonne und sogar Streusalz. Sie
treibt zeitig im Frühjahr aus, nachdem sie im Winter kahl stand. Sie
kann bis zu drei Metern groß werden. Kalkreicher Boden lässt sie gut
gedeihen.
Wohlriechende oder Duftheckenkirschen blühen in den Monaten
Dezember bis März und haben ihren Namen, weil sie einen honigsüßen Duft
absondern. Wenn der Winter hart und lang ist, kommt es vor, dass an der
Immergrünen Heckenkirsche Frostschäden entstehen. Schneidet man sie
zurück, treiben sie meist gut wieder aus, genau wie nach jedem
Rückschnitt. Die Beeren der meisten Heckenkirschen sind giftig.