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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Herbstzeitlose

Herbstzeitlose





Die Colchicum Autumnale – die Herbstzeitlose- ist eine Blume aus der Familie der Zeitlosgewächse. Sie wird 8 bis 30 Zentimeter hoch. Ihre Blüten sind rosafarben bis hellviolett und ähneln denen des Krokus. Jede einzelne Pflanze hat genau drei Blüten, die von August bis Oktober blühen. Dabei entfalten sich nur die Blütenblätter und erst im nächsten Frühjahr entwickeln sich die krautartigen Blätter, die im Juni absterben.

Eine Besonderheit der Herbstzeitlosen besteht darin, dass ihre Frucht vor den Blüten reift. Auch ihr Blütenstiel, der eigentlich gar keiner ist, unterscheidet sich von dem anderer Pflanzen. Es handelt sich dabei in Wirklichkeit um eine Blütenröhre, die direkt aus der Wurzel entspringt.

Die Herbstzeitlose ist mehrjährig. Von der Pflanze überwintert die zwiebelartige Knolle. In dieser Zeit wird die ursprüngliche Sprossknolle abgebaut und eine neue angelegt, wobei der Seitenspross gleichzeitig zu einer neuen Knolle heranwächst.

Sie ist nicht zu anspruchsvoll und gedeiht besonders gut auf feuchten, nährstoffreichen und kalkhaltigen Böden. Ideale Standorte sind Wiesen und an Böschungen. Dort bevorzugt sie sonnige oder halbschattige Plätze. Die Herbstzeitlose mag es warm und windgeschützt.
Sie sollte nach dem Kauf sofort eingepflanzt werden. Im Garten kann sie in Stauden- und Steinbeeten angesiedelt, sollte aber vom Wurzelbereich der Bäume fern gehalten werden. Sie kann jahrelang ohne besondere Pflege belassen werden.

Die ursprünglich aus Westasien und dem östlichen Mittelmeerraum stammende Pflanze gedeiht nahezu überall und ist weit verbreitet. Sie ist in Ost-, Süd- und Mitteleuropa zu finden, im Norden allerdings eher weniger bis gar nicht. Vorsicht: Die Herbstzeitlose ist eine ausgesprochene Giftpflanze.

Das Alkaloid Colchinin erreicht seine höchste Konzentration in den Blüten, ist aber auch in den Blättern, den Samen, der Knolle und getrockneten Pflanzen vorhanden. Sie wird auf Grund der Form ihrer Blätter häufig mit Bärlauch, seltener mit dem ebenfalls giftigen Maiglöckchen verwechselt. Die Vergiftung führt zu Brennen im Mund, Schluckbeschwerden, Übelkeit und blutigem Durchfall. In besonders schweren Fällen kann es vor allem bei Kindern zu Atemlähmung und Kreislaufversagen kommen.

Das Gift der Herbstzeitlosen hat in der richtigen Dosis heilende Wirkung unter anderem bei Gicht, Rheuma und in der Krebstherapie. Sie werden außerdem auch in der Pflanzenzucht verwendet, wo sie insbesondere bei der Vergrößerung von Zuchtpflanzen zum Einsatz kommen.

Ihren Namen verdankt die Herbstzeitlose ihrer langen Blütezeit bis in den Oktober hinein, in dem andere Blumen längst verblüht sind. Im Volksmund hat sie noch eine Reihe anderer Bezeichnungen wie zum Beispiel Giftkrokus (wegen der Ähnlichkeit zum Safrankrokus), Butterwecken, Herbstblume, Michelwurz, Mönchskappe oder Winterhauch.


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Leser-Kommentare (1)

Michi (07.09.2011 19:06:32)

Ist die herbstzeitlose eine samenpflanze?




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