Hortensien (Hydrangea) gehören zu einer sehr beliebten
Blühpflanze mit rustikaler Eleganz. Sie sind laubabwerfende
Bauerngartenstauden und werden in mehrere Gruppen unterteilt. Bekannt
als strauchförmig wachsende Variante, sind die Rispenhortensie,
die Bauern- oder Gartenhortensie sowie die Samthortensie. Die
üppigen Blütenstände erfreuen jeden Gartenbesitzer den
ganzen Sommer hindurch.
Standort
Hortensien sind generell ziemlich anspruchslos. Sie
bevorzugen jedoch
einen halbschattigen Platz sowie einen feuchten Boden ohne
Staunässe. Eine Anreicherung der vorhandenen Gartenerde mit
spezieller Rhododendron-Erde sorgt für beste Gedeihfähigkeit
der Pflanze und eine hervorragende Blütenbildung. Um den Boden vor
zu schneller Austrocknung zu schützen, ist eine Abdeckung des
kompletten Wurzelbereiches mit Rindenmulch von Vorteil. Des Weiteren
verfügen Hortensien über beste Voraussetzungen, als
dekorative Kübelpflanze Akzente im Garten zu setzen.
Blüte
Je nach Hortensienart, zeigen sich die Blütenstände ball-,
rispen- oder tellerförmig. Sie blühen in den Farben
weiß, rosa und sogar blau, wobei jedoch der PH-Wert des Bodens
die genaue Farbgebung vorgibt: Saure Böden erzeugen blaue
Blütenstände, alkalische hingegen bewirken rosa Blüten.
Ausnahmslos weiß blühende Sorten behalten jedoch
unabhängig von der Bodenbeschaffenheit ihre weiße
Blühfarbe.
Pflege / Schnitt
Die feuchtigkeitsliebende Hortensie benötigt gerade in den
Sommermonaten viel kalkarmes Regenwasser und sollte dann täglich
ein- bis zweimal gegossen werden. Die sparsame Zugabe von
Flüssigdünger verbessert die Standortbedingungen und sorgt
für eine reichhaltige Blütenpracht.
Die Pflanze ist schnittverträglich, sollte jedoch erst im
Frühjahr ausgelichtet werden. Dabei ist zu beachten, dass nur
Äste beschnitten werden dürfen, die im Vorjahr Blüten
getragen haben oder durch Frost erfroren sind.
Sehr einfach ist die Vermehrung von Hortensien durch Teilung.
Es
können knospenlose Seitentriebe als Stecklinge von Seitentrieben
abgenommen und in einem Erde-Sand-Gemisch gesetzt werden. Eine Folie
darüber gestülpt sorgt für eine optimale Feuchtigkeit.
Krankheiten / Schädlinge
Hortensien sind im Allgemeinen leider etwas anfällig für den
Befall von Blattläusen, Spinnmilben, echtem Mehltau und
Blattfleckenkrankheiten. Befallene Blätter sollten dementsprechend
zeitnah beseitigt werden, um eine Ausbreitung zu vermeiden.
Ferner sind umweltfreundliche Präparate erhältlich, welche
die Schädlinge gut bekämpfen. Sollten sich
Blattverfärbungen an der Hortensie zeigen, ist dies auf
Eisenmangel zurückzuführen und durch die Gabe von
eisenhaltigem Dünger zu beheben.
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