Es gibt viele verschiedene Sorten von Hortensien, wie zum Beispiel die
Kletterhortensie, die Bauernhortensie, die Rispenhortensie oder die
Samthortensie. Manche Arten können bis zu sieben Meter hoch werden, andere
erreichen nur Größen von bis zu zwei Metern. Hortensien benötigen im allgemeinen
wenig Sonne und sind oft dankbar um schattige und feuchte Plätze. Besonders bei
warmem Wetter ist darauf zu achten, dass die Hortensie immer feucht bleibt und
nie austrocknet. Vor allem bei Topfhortensien sollte man trotzdem nicht aus den
Augen verlieren, dass auch Staunässe Schaden anrichten kann.
Hortensien werden meist durch Stecklinge vermehrt. Ausschließlich
Kletterhortensien können auch durch Absenker vermehrt werden.
Zur Vermehrung durch Stecklinge sucht man sich weiche, einjährige Triebe, die
mindestens drei Millimeter dick und ziemlich fest sind und schneidet sie im Juni
oder Juli zu Stecklingen. Die Stecklinge sollten etwa 15 Zentimeter lang sein,
keine Blütenknospen tragen und auch bisher noch keine getragen haben. Nach dem
Zuschneiden wird die Triebspitze entfernt und die Blätter des Triebes werden auf
die Hälfte der eigentlichen Größe reduziert. So kann der Steckling weniger
Flüssigkeit verlieren und kann nicht so leicht austrocknen.
Der Steckling wird am besten in feuchtes Substrat gesteckt und sollte zunächst
noch im Schatten stehen. Nach circa zwei bis drei Wochen bilden sich
normalerweise die ersten Wurzeln. Es ist bei jungen Pflanzen darauf zu achten,
dass sie in ihrem ersten Winter keinem Frost ausgesetzt werden. Eine
Überwinterung im Haus empfiehlt sich deshalb unbedingt. Im nächsten Frühjahr
sollte die junge Hortensie in einen größeren Topf gepflanzt werden um ihr
Wachstum zu unterstützen und den Wurzeln zu erlauben, sich auszubreiten. Erst im
zweiten Jahr kann die Hortensie auch in den Garten gepflanzt werden ohne dass
sie über den Winter Schaden nimmt.
Genau wie zum Beispiel auch Forsythie und Rhododendron kann man Hortensien
gleichermaßen durch Absenker vermehren. Am besten funktioniert diese Methode mit
der Kletterhortensie. Einzelne Triebe werden in einem Bogen in Richtung Boden
abgesenkt und dort fixiert. Dies kann mit Hilfe von Steinen oder Draht
geschehen. Schneidet man mittels eines Messers die Rinde ein wenig ab, so kann
sich das positiv auf die Bildung von Wurzeln auswirken.
Am besten benutzt man für diese Methode ein bis zwei Jahre alte, bereits
verholzte Triebe. Je nach Temperatur bilden sich schneller oder langsamer
Wurzeln an der Stelle an der der Trieb den Boden berührt. In diesem Moment kann
der wurzelnde Trieb von der ursprünglichen Pflanze getrennt werden und in einen
eigenen Topf gepflanzt werden. Nun gilt es wieder wie bei der Vermehrung durch
Stecklinge auch, die Pflanze im ersten Jahr vor Frost zu schützen, sie im Haus
zu überwintern und ihr im zweiten Jahr einen größeren Topf zu geben, bevor man
sie bei Bedarf in den Garten setzen kann.