Sehr wohl fühlen sich die Hyazinthen im Garten, welcher als
Standort ideal ist. Wer keinen eigenen Garten oder Vorgarten hat, kann
sie auch an einem kühlen Platz in der Wohnung kultivieren und
durchaus exzellente Zimmerpflanzen erhalten. Was den Standort im Zimmer
angeht, so gibt es durchaus Spielraum.
Die gesamte Palette von kühl über halbschattig oder hell bis
sonnig ist nach dem Treiben der Pflanzen möglich. Auch ein
beheiztes Wohnzimmer nimmt die Hyazinthe nicht übel, jedoch
verblüht sie schneller, wenn sie warm steht. Beim Gießen ist
es besser, wenn keine Staunässe entsteht. In der Hauptsache sollte
der Boden regelmäßig feucht gehalten werden.
Nach der Blüte werden die Stiele erst abgeschnitten, wenn sie
trocken sind und wenn die Blätter gelb werden. Bis dahin ist auch
noch das Gießen erforderlich. Die Zwiebeln werden
anschließend mit Erde an einem trockenen Platz über den
Sommer gebracht. Dies ist aber auch ohne Erde möglich. Im Oktober
bis November bekommen die Zwiebeln einen neuen Topf mit neuer Erde und
einen kühlen und dunklen Platz. Sehr wohl fühlen sie sich bei
etwa 10 Grad.
In dieser Zeit brauchen sie gleichmäßig feuchten Boden, bis
die ersten Blütenknospen zu sehen sind. Danach kann der Standort
verändert werden und darf wieder etwas wärmer und heller
sein. Sehr beliebt und auch lange bekannt sind ja auch die
Hyazinthgläser. In diesen Gläsern wird die Hyazinthe ohne
Erde kultiviert. Sie eignen sich als ansprechender Schmuck auf der
Fensterbank. Im Gartenbeet oder Vorgarten sollte eine Pflanztiefe von 5
bis 10 Zentimeter beachtet werden und ein Abstand von 15 Zentimeter
wirkt sich gut auf das Wachstum und die Entfaltung der Pflanzen aus.
Eine sehr verbreitete Sorte ist hyacinthus orientalis. Sie
kam
ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und war auch im Orient
beheimatet. Diese Pflanzen werden 20 bis 30 Zentimeter groß und
blühen von März bis Mai. Der Blütenflor zeigt sich in
verschiedenen Farbvarianten von weiß und hellgelb über rosa
bis rot und blau und mutet sehr malerisch an, wobei die
wunderschönen Blütenkerzen auch noch ein entscheidende Rolle
spielen. Der intensive Duft rundet den Gesamteindruck ab. In den
letzten Jahren kamen sogar noch andere Farben wie Goldgelb, Lachs und
Purpur hinzu. Die Pflanzenteile der Hyazinthe sind giftig.
Dann gibt es noch hyacinthus officinalis, die 20 bis 40
Zentimeter
groß werden kann und aus dem westlichen Mittelmeergebiet sowie
aus Südwestasien stammen soll.
Es sollen aber auch Sorten auf dem Balkan und in Kleinasien vorgekommen
sein, welche bereits Mitte des 16. Jahrhunderts nach Europa kamen.
Der Name der Hyazinthe stammt aus einer griechischen Sage, in
welcher
der schöne Jüngling Hyakinthos von dem griechischen
Sonnengott Apollon, der ihn sehr liebte, im Diskuswerfen unterrichtet
wurde, wobei ihn der eifersüchtige Windgott Zephyros erschlug. Der
Sage nach ließ Apollon aus dem Blut des Hyakinthos eine Hyazinthe
wachsen, durch welche er in jedem Frühjahr neu auferstehen soll.
Hyazinthen gehören zu den Liliengewächsen.