Hyazinthen sind Zwiebel- oder Knollengewächse und für jeden,
der sich einen attraktiven Garten wünscht - eine Pflanzengruppe,
auf die er nicht verzichten sollte. Die Pflanzen gehören zu den
Liliengewächsen, gedeihen sowohl im Freien als auch im Topf und
sind insbesondere für ihre Vielseitigkeit bekannt.
Als Zimmerpflanze verschönern sie jeden Raum und im Garten
erblühen sie jedes Jahr aufs Neue in herrlichen Farben. Sie werden
vor allem in weiß, blau, rosa, gelb oder rot gezüchtet. Ob
als Beetpflanze, im Wintergarten oder als Schnittblume in der Vase
– Hyazinthen können mit ihrer Farbenpracht jeden Raum
verzaubern und verströmen einen süßlichen, schweren und
unverwechselbar angenehmen Duft. Besonders hübsch sehen sie in
großen Farbgruppen, arrangiert in einem Beet aus.
In den unscheinbaren braunen Zwiebeln stecken sehr
ausdauernde
Pflanzen, die keine besondere Pflege brauchen, aber trotzdem
überraschend schöne Blüten und eine lang anhaltende
Blütezeit haben. Einige Zwiebelpflanzen - wie die Hyazinthen -
eignen sich zum Verwildern und können ohne Probleme viele Jahre am
gleichen Platz bleiben. Zwiebelblumen leben innerhalb eines fest
gefügten Rhythmus: Im Frühjahr beginnen sie auszutreiben und
zu blühen.
Für einige Zeit behalten sie dann noch ihr Laub, das
schließlich nach ein paar Wochen vergilbt und abstirbt. Den
Sommer über bleiben sie unterirdisch und unsichtbar in ihren
Knollen verborgen. Im Herbst müssen alle Knollenpflanzen
gedüngt werden, damit sie während der Zeit der Vegetation
genügend Reserven für das kommende Jahr sammeln können.
Auch die grünen Blätter haben eine wichtige Funktion und
sollten nicht voreilig aus Gründen der Ansehnlichkeit
abgeschnitten werden: Die Pflanzen brauchen die Blätter, um die
Nährstoffe richtig verwerten zu können. Mit dem Vergilben
wird von der Natur selbst das Zeichen gesetzt, wann es Zeit ist, die
Blätter zu entfernen.
Hyazinthen sind winterhart und benötigen einen durchlässigen,
nach Möglichkeit leicht sandigen Boden, an einem sonnigen
Standort. Etwa im April bis Mai beginnen sie zu blühen. Sind die
Pflanzen einige Jahre alt, bilden sie Nebenzwiebeln und ihre
Blüten werden kleiner und glockenförmiger. Wer also
große Pflanzen liebt, sollte öfter neue Zwiebeln setzen,
oder aber die Nebenzwiebeln auspflanzen und großziehen.
Die beste Pflanzzeit für Hyazinthen ist September. Eine
häufig vorkommende Sorte ist die Traubenhyazinthe, sie blüht
in herrlichem kobaltblau oder feinem zartblau. Sie braucht
durchlässige, normale Gartenerde und einen sonnigen bis
halbschattigen Standort. Die Waldhyazinthe dagegen gedeiht besser in
anspruchsvolleren Böden, die nährstoffreich, leicht lehmig
und feucht sind. Sie belohnt den Gartenfreund im Mai mit
wunderschönen Blüten, die sich wie Glocken an leicht
überhängenden Stielen zeigen.
Schachtelhalme wie wir sie heute kennen, sind die einzigen
Überlebenden aus der einstmals artenreiche Gruppe der
Gefäßsporenpflanzen, nämlich der Klasse der
Equisetopsida. Zu ihnen gehörten unter anderem die Calamiten,
welche durch Fossilien aus dem Karbon und Perm bekannt sind. Sie wurden
bis zu 30 Meter hoch, waren verholzt, der Stamm betrug bis zu einem
Meter Durchmesser und waren ein wichtiger teil der
Steinkohlewälder. Die allerersten Schachtelhalme traten vor ca.
375 Millionen Jahren auf.