Der mimosenblättrige Jacaranda Baum mit seinen duftenden blau-violetten Glockenblüten stammt ursprünglich aus Südamerika (Argentinien). Heimisch ist er in ganz Südamerika, Asien, Spanien, einschließlich der Kanarischen Inseln mit einer Verbreitung in der ganzen Welt. Der Jacarandabaum ist eine Gattung innerhalb der Familie der Trompetenbäume (Bignoniaceae). Als Zimmer- und Kübelpflanze (im Sommer auch im Freien) ist nur eine Art, der Jacaranda mimosifolia, bekannt. Im Deutschen wird der Jacarandabaum mimosifolia auch als Palisanderbaum bezeichnet, was nicht ganz richtig ist, da das Palisanderholz nicht von dieser Art, sondern von verwandten Bäumen gewonnen wird. Der Jacarandabaum zählt zu den herrlichsten Zierbäumen und da er ziemlich robust ist, erfreut er bei der entsprechenden Pflege über Jahre seine Besitzer.
Der Jacarandabaum liebt Helligkeit und leichte Feuchtigkeit
Charakteristisch für den Jacarandabaum sind sein zartes Fiederlaub, das an Farne erinnert und seine lila-blauen Blüten die im Frühling bis zu zwanzig Zentimeter hohe Rispen bilden können. Die Glockenblüten verbreiten einen zarten Duft (ähnlich wie Magnolien oder Fresien).
Die Blüten bieten ein besonderes Schauspiel, da sie dem Austreiben der Blätter zuvorkommen. Die Blütenreife erreicht der Jacarandabaum mit zehn Jahren, aber auch davor ist er ein optisch ansprechender Schattenspender. Der Jacarandabaum ist das ganze Jahr über der ideale Zierbaum für temperierte Wintergärten, aber auch für großflächige Wohn- und Geschäftsräume.
Im Sommer kann der Jacarandabaum auch im Freien stehen, muss aber zur Überwinterung ins Haus geholt werden, denn er sollte nicht weniger als minus fünf Grad Celsius ausgesetzt sein. Wichtig ist ein heller, sonniger Standort sowie feuchte Luft (z.B. durch Besprühen), da diese Bedingungen einen dichteren Kronenwuchs begünstigen. Ab einer Stammhöhe von mehr als zwei Metern (Gesamthöhe drei bis acht Meter) beginnt der Jacarandabaum mit der Kronenbildung.
Auch im Winterexil benötigt der Jacaranda Pflege
Im Winter sollte der Jaracarandabaum hell stehen und ab und zu Luftbewegung verspüren können. Die ideale Temperatur zur Überwinterung beträgt frostfreie ca. 12 Grad Celsius mit Abweichungen von 5 Grad nach oben und unten. Bei nicht ausreichender Helligkeit und Temperatur kann es sein, dass der Jacarandabaum in den späten Wintermonaten (Februar) einige oder alle Blätter verliert.
Ganz wichtig ist es auch, im Winter eine ausreichende Befeuchtung des Ballens, Staunässe sowie Austrocknen zu vermeiden. Die Menge an Wasser und die Gießhäufigkeit sollten nach der Standorttemperatur und der pflanzlichen Aktivität bemessen werden. Bei Staunässe kann es im Winter wie auch im Sommer dazu kommen, dass die Blätter sich gelb verfärben und abfallen. Gegen Ende des Winters ist es möglich den Jacarandabaum zurück zu schneiden, da er wieder austreibt. Der Schnitt führt aber nicht zuverlässig zu einer besseren Verzweigung, da bei den Jacarandabäumen die Kronenbildung naturgemäß bei einer bestimmten Stammhöhe einsetzt.
Pflegeleicht im Sommer und im Frühling ein bezaubernder Anblick
In den Sommermonaten sollte die Erde um den Jacarandabaum immer etwas feucht sein. Kleinere Schwankungen nimmt er jedoch nicht übel.
Es empfiehlt sich, von April bis September ca. alle zehn bis vierzehn Tage, zu düngen. Geeignet ist ein hochwertiger, nährstoffreicher Dünger für Kübelpflanzen. Sollte der Jacarandabaum trotz guter Pflege am unteren Stamm kahl geworden sein, können die vorhandenen Triebspitzen entfernt werden. Der Jacarandabaum treibt in diesem Bereich wieder neu aus. Sollte sich einmal Schädlingsbefall einstellen, wie z.B. Spinnmilben, kann der Zierbaum abgeduscht werden oder mit Sprühmittel gegen Pflanzenschädlinge behandelt werden. Insgesamt ist der Jacaranda mimosifolia ein relativ robuster Vertreter der Flora und ziert mit seinem zarten Aussehen und wunderbaren violetten Blüten in vielen Ländern der Welt die Straßenränder und (Winter-) Gärten.