Kalebassen, auch Flaschenkürbisse genannt, werden in der Regel nicht als Speisekürbis angebaut, obwohl ihr Fruchtfleisch im jungen Zustand essbar ist. Es enthält Bitterstoffe, so dass andere Kürbisarten als Speisefrüchte besser geeignet sind. Dieser Kürbis wird auf der ganzen Welt schon seit vielen Hundert Jahren angebaut um aus den Früchten die verschiedensten Gefäße herzustellen. In Afrika sind Gefäße aus der Kalebasse auch heute noch sehr beliebt und auch Musikinstrumente (Rasseln) werden daraus hergestellt. In Südamerika, vor allem in Uruguay, Argentinien und Brasilien, hat die Kalebasse einen ganz besonderen Stellenwert. Aus Ihr werden die traditionellen Trinkgefäße für den dort konsumierten Mate hergestellt.
Die Flaschenförmigen Kalebassen eignen sich sehr gut für den Anbau im mitteleuropäischen Klima, sie gedeihen dort genau so gut wie zum Beispiel ihre Verwanden, die Zucchini.
Man zieht die Kalebassen aus Samen, die es im Handel zu kaufen gibt. Es werden auch Mischungen angeboten, die unterschiedliche Kalebassen Arten enthalten, so dass verschieden geformte und gefärbte Früchte geerntet werden können.
Die Kalebassen Samen werden am besten von März bis April im Haus vorgezogen. Sie können zwar auch direkt nach den Eisheiligen in den Garten gesät werden, die Vorzucht ergibt jedoch kräftigere Pflanzen und führt zu einer früheren Ernte. Die Samen brauchen etwas Platz, am besten setzt man in jeden Topf, je nach Größe, nur 1-2 Samen ein.
Die Keimdauer der Samen beträgt bei 20 Grad Celsius ungefähr 6-10 Tage. Die Erde sollte während der Keimung feucht gehalten werden.
Der Flaschenkürbis ist eine Kletterpflanze. Deswegen benötigt er eine geeignete Rankhilfe. Die Kalebassen Pflanze wächst sehr schnell und wird sehr hoch. Es wurde schon von Kalebassen berichtet, die bis zu 10 Meter hoch gewachsen sind. Die Rankhilfe sollte mindestens 2 Meter hoch sein und stabil genug um die schweren Früchte zu halten. Ein Zaun eignet sich zur Aufzucht der Flaschenkürbisse gut.
Anfang Mai, wenn kein Frost mehr zu befürchten ist, können die jungen Pflanzen nach Draußen gesetzt werden. Der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen sollte mindestens 40 Zentimeter betragen. Die Erde wird bei der Pflanzung mit etwas organischem Dünger oder Kompost vermischt. Die Flaschenkürbisse sind recht anspruchslose Pflanzen, so dass sie später nicht mehr unbedingt nachgedüngt werden müssen.
Sie brauchen jedoch stets genügend Wasser, so dass sie besonders bei trockenem Wetter regelmäßig gegossen werden sollten.
Bei warmem Wetter kann man dem Wachstum der Pflanzen beinahe zuschauen. Schon Ende Mai bis Anfang Juni erscheinen zahlreiche, glockenförmige Blüten, aus denen sich dann die Kürbis Früchte bilden. Geerntet werden die Kürbisse im Herbst, spätestens jedoch vor dem ersten Frost. Sobald die Stiele holzig werden, sind die Kalebassen reif.
Will man aus den Kürbissen Gefäße basteln, lässt man sie an einem trockenen und warmen Ort gut durchtrocknen. Das Fruchtfleisch wird dann hart und kann auf verschiedene Weise bearbeitet werden. Möchte man die untere Kalebassenhälfte als Trinkgefäß nutzen, wird dieses vor der ersten Verwendung einige Stunden gewässert. Reste des Fruchtfleisches, die sich eventuell noch im Inneren befinden, können dann mit einem Löffel von der harten Außenwand abgeschabt werden.
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