Die Kamelie hat ihre ursprüngliche Heimat in Ostasien. Nahe
Verwandtschaft besteht zum Teestrauch. Schon im 19. Jahrhundert waren
diese Pflanzen in Europa sehr beliebt und daran hat sich bis heute
nichts verändert.
Insgesamt kennen Botaniker ungefähr 250 Sorten der Kamelie,
die
vom sehr kleinen Strauch bis hin zur 20 m hohen Baumart vorhanden ist.
Schon aufgrund der späteren Größe, sollte also die
Auswahl der richtigen Pflanze auf den heimischen Garten abgestimmt
sein, zumal die Kamelie als sehr langlebig gilt. In China sind
Kamelienpflanzen vorhanden, deren Alter auf rund 1.000 Jahre
geschätzt wird. Wer also nicht irgendwann eine blühende und
gesunde Pflanze kappen möchte, sollte sich über die
spätere Größe schon vor dem Anpflanzen informieren.
Sehr schön an Kamelien ist, dass sie bereits im Spätwinter zu
blühen beginnen und bis in das Frühjahr hinein den Garten als
eine der ersten Pflanzen auch in der kalten Jahreszeit zieren. Die
Blütenblätter der Kamelie haben Färbungen von Weiß
über Gelb und Rosa bis hin zum kräftigen Rot. Ihren Namen
erhielt die Kamelie übrigens von einem Apotheker und Jesuitenpater
namens Georg Joseph Kamel, der in Manila arbeitete, im Jahr 1735.
Grundsätzlich lässt sich die Kamelie auch in Mitteleuropa als
Pflanze im Freien kultivieren, auch wenn die verbreitete Meinung anders
geartet ist. Im Winter sollte die Pflanze jedoch keine Sonne
abbekommen, weil sie dadurch austrocknen würde. Hintergrund ist,
dass der Wurzelballen der Kamelie stets feucht gehalten werden sollte.
Am einfachsten lässt sich die kleine Kameliensorte in einem
großen Topf im Garten halten, der im Winter in geschlossenen
Räumen überwintert. Dabei sollte die Erde über den
gesamten Winter hin feucht gehalten werden, um die Wurzelversorgung zu
gewährleisten.
Ihre Beheimatung in Europa hat die Kamelie fast schon einem
Versehen zu
verdanken. Britische Seefahrer wollten Teepflanzen einführen,
denen die Kamelie als Zierpflanze sehr ähnlich sah. In Europa
angekommen, stellten sich diese Pflanzen jedoch als reine Zierpflanzen
dar, von denen nicht einmal das Holz genutzt werden konnte.
Auch wenn die Kamelie lange Jahre von den robusten
Rhododendren
verdrängt wurde, erfreut sie sich in den letzten Jahren wieder
einer steigenden Beliebtheit beim Hobbygärtner.