Die Kiwipflanze (Actinidia deliciosa auch Actinidia chinensis
var) ist
eine Unterart der Strahlengriffel, die nur kultiviert vorkommt. Sie
wächst als verholzte, lianenartige, wechselbeständige und
sehr ausdauernde Schlingpflanze. Die Blätter sind
wechselständig angeordnet und unterscheiden sich je nach Kiwisorte
deutlich. Sie können langgestreckt wachsen, einige Arten weisen
aber auch herzförmige Blätter auf. Bei allen Pflanzen ist die
Unterseite der Blätter jedoch weich behaart.
Ihren Ursprung hat die Kiwi im südlichen China. Dort wurde
sie von
Missionaren mit nach Europa gebracht. Von dort aus gelangte sie nach
Neuseeland, welches heute auch als "Kiwiland" gilt, weil die meisten
Kiwis die im Handel zu kaufen sind von dort stammen. Der Hauptteil der
im Handel angebotenen Kiwifrüchte stammt jedoch erstaunlicherweise
aus Italien.
In unseren Breitengraden gedeiht die Kiwipflanze sehr gut,
jedoch sind
die Fruchtstände deutlich kleiner als in wärmeren
Ländern. Erhältlich sind Kiwipflanzen im Fachhandel wie etwa
Baumarkt, Gartencenter oder in der Gärtnerei.
Beim Kauf von Kiwipflanzen ist jedoch zu beachten, dass diese
diözisch wachsen. Das heißt, es gibt Pflanzen, die
männliche Blüten ausbilden und Pflanzen, die weibliche
Blüten bilden. In der Kultur sollten weibliche und männliche
Pflanzen abwechselnd gesetzt werden, um eine optimale Bestäubung
und somit einen guten Ertrag zu gewährleisten.
Die Blüten kommen aus den Trieben des Vorjahres und werden 4
bis 5
Zentimeter groß. Durch ihren wohlriechenden Duft locken die
Kiwipflanzen zahlreiche Insekten zur Bestäubung an. Als
Gärtner kann man aber durch sanftes Rütteln der einzelnen
Pflanzen der Bestäubung nachhelfen. Um eine optimale
Bestäubung zu gewährleisten, ist bei der Pflanzung zu
beachten, dass der Abstand der einzelnen Pflanzen zueinander nicht mehr
als 25 Zentimeter beträgt.
Um ein optimales Wachstum zu gewährleisten, empfiehlt es sich
die
Kiwi beispielsweise an einer Haus- oder Garagenwand anzupflanzen. So
haben sie genügend Platz und Halt, um kräftig zu ranken.
Zusätzlich reflektiert die Wand die Wärme, was sich positiv
auf die Größe der Fruchtstände auswirkt. Es ist aber
auch möglich die Kiwipflanze im Beet zu kultivieren, hier sollte
sie jedoch als Rankhilfe ein Spalier erhalten.
Die Früchte der Kiwi werden zwischen 4 und 6 Zentimeter groß
und sind dicht behaart. Viele Menschen haben auf diese Haare eine
Unverträglichkeit entwickelt, die zu unangenehmen
Hautausschlägen führt. Für solche Menschen bietet es
sich an, nur die Art Actinidia chinensis anzupflanzen.
Diese weist an den Fruchtständen keine Behaarung auf und hat
ein
goldgelbes Fruchtfleisch. Die Früchte haben nicht so viel
Fruchtsäure wie die grünen Kiwis, sodass sie auch ohne
Bedenken von Menschen mit empfindlichen Magen verzehrt werden
können.