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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Kleines Immergrün / Vinca minor Pflege

Kleines Immergrün / Vinca minor Pflege





Das kleine Immergrün (Vinca minor) ist ein hübsches, Bodendeckendes Pflänzchen, das in schattigen und halbschattigen Beeten und Rabatten gerne als grünes Kissen genutzt wird. Die Anteile des Sprosses, die keine Blüten tragen, wachsen kriechend, nur die zierlichen violetten Blühsprosse erheben sich aus dem grünen Teppich. Dadurch wird eine gleichmäßige und dichte grüne Bodenbedeckung erreicht, die von Farbtupfern durchsetzt ist.

Wild wachsend breitet sich das kleine Immergrün hauptsächlich in Laubwäldern aus, kann also schon geringe Lichtmengen effizient ausnutzen, braucht aber einen nährstoffreichen Boden. Am besten eignet sich eine lockere, humusreiche Blumenerde, die nur gelegentlich etwas abtrocknen darf und nicht zu feuchtigkeitsdurchlässig ist.

Die Pflanze ist recht anspruchslos in ihrer Pflege, solange sie mit dem Standort zufrieden ist. Aus der Prallen Sonne werden sich die Ausläufer eher in den Schatten zurückziehen, daher sollte gleich beim Anpflanzen ein mäßig belichteter Platz gewählt werden. Dort kann die Pflanze schon nach recht kurzer Zeit zu einem stattlichen Gewächs gedeihen.

Nach einem Sommer mit viel Niederschlag findet man im darauf folgenden Jahr oft wesentlich schlechter wachsende Pflanzen vor.

Dies erklärt sich durch die Auswaschung der Nährstoffe aus der erst noch humusreichen Erde. Um diesem Trauerwuchs vorzubeugen, wird das Erdreich im Blumenbeet so zeitig im Frühling wie möglich rund um die Bepflanzung herum umgegraben und mit einem entsprechenden Dünger versehen. Für das kleine Immergrün eignet sich hier besonders Laubmulch oder Laubholzhäcksel, da die Nährstoffe langsam und kontinuierlich durch die Zersetzung freigesetzt werden. Kunstdüngerpräparate können ebenfalls eingesetzt werden, diese müssen aber meist auch während des Jahres mehrmals ersetzt oder aufgefrischt werden.

Das kleine Immergrün wurde früher häufig wegen seiner Blutdrucksenkenden Wirkung angebaut und genutzt und auch heute werden die Inhaltsstoffe noch zur Erzeugung entsprechender Präparate herangezogen. Der Anbau erfolgte damals wie heute am effizientesten über Ableger. Diese werden von der gesunden Pflanze ohnehin selbst gebildet und können je nach Bedarf abgenommen und verpflanzt werden. Mit regelmäßiger Wasserversorgung gedeihen die Ableger in geeignetem Boden ohne Schwierigkeiten. Junge Pflanzen aus Samen großzuziehen ist zwar möglich, erfordert aber sehr viel Geduld und intensive Pflege der Keimlinge.

Samen werden vom kleinen Immergrün ohnehin nur recht selten ausgebildet - erst wenn widrige Bedingungen wie anhaltende Trockenheit oder Verkarstung des Bodens das Wachstum der Ableger behindern, beginnen die kümmernden Pflanzen Samen zu produzieren.

Kräftig wachsende Pflanzen müssen gelegentlich zurück geschnitten werden, da sie sich sonst immer weiter ausbreiten und einzelne Horste im Inneren licht werden. Das Stutzen erfolgt am besten im Herbst, noch bevor mit Nachfrost zu rechnen ist. Lange Ausläufer können großzügig zurück geschnitten werden.

An einem entsprechenden Standort ist das kleine Immergrün ein sehr pflegeleichtes Gewächs, das als Unterwuchs an Rabatten, Hecken oder Stauden den Blick auf das Erdreich abfängt.


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