Kletterpflanzen haben die Fähigkeit, sich ohne äußeren
Einfluss an einem Gerüst zu halten. Dies macht zugleich auch den
größten Unterschied zu den Sträuchern aus, welche an Mauern wachsen.
Für den Anfang brauchen Kletterpflanzen ein wenig
Unterstützung, bis diese genug Kraft haben um selbst in die Höhe zu
wachsen. Eine pauschale Anleitung hinsichtlich des Schnitts einer
Kletterpflanze gibt es nicht. Dies liegt vor allem daran, dass sich die
Pflanzen innerhalb der Gattung „Kletterpflanzen“ teilweise stark
unterscheiden. So nutzt die Klematis-Pflanze beispielsweise ihre
ranken, um nach oben zu „klettern“. Efeu hingegen verschönert so manche
Hauswand mit Hilfe ihrer Haftwurzeln. Das Geißblatt hingegen wickelt
sich um andere Pflanzen.
Darüber hinaus gibt es auch Kletterpflanzen, welche nur zu
bestimmten Jahreszeiten klettern. Der Winterjasmin ist hier wohl das
bekannteste Beispiel. Wenn sich diese nicht Entlanghangeln, wachsen
diese flach am Boden.
Einjährige und Mehrjährige Pflanzen kann man sich selbst
überlassen, weil diese im Winter oberirdisch absterben. Für niedrige
Kletterpflanzen sind Bambusstäbe oder ähnliche, dünne Stäbe hilfreich.
Zu diesen Pflanzen gehört z.B. die Erbse.
Geschnitten werden die Kletterpflanzen stets über der
treibenden Knospe. Auf diese Weise kann die Pflanze in Zukunft
Seitentriebe bilden. Um die Pflanze am Rankgerüst zu fixieren ist es
sinnvoll, die Triebe anzubinden, anstatt diese durch die Öffnungen des
Rankgerüstes zu flechten. Auf diese Weise verhindert man, dass Triebe
bzw. Knospen abbrechen.