Kresse säen oder anpflanzen ist aus zwei Gründen sehr angenehm. Zum einen
wächst die Kresse sehr schnell, andererseits kann sie als schmackhafte Zutat in
der Küche vielfältig und vor allem vitaminreich eingesetzt werden. Daher ist es
auch sinnvoll, mit kleinen Kindern Kresse zu säen, denn hier lassen sich schnell
Ergebnisse erkennen.
Die Kresse zu säen ist generell an keine bestimmte Jahreszeit gebunden, denn
Kresse gedeiht sogar auf einer hellen Fensterbank problemlos. Dazu bedarf es
auch keines besonderen Gartenwerkzeugs oder einer speziellen Ausstattung, um
Kresse erfolgreich zu säen. Und auch der viel zitierte grüne Daumen
erfolgreicher Hobbygärtner ist nicht notwendig, um hier schnell Ergebnisse zu
sehen.
Kresse kann man problemlos in der eigenen Küche züchten. Dafür bedarf es
zunächst der Kressesamen. Diese lässt sich sowohl aus dem Gartencenter oder dem
Bioladen oder auch online über den Samenversand beziehen. Um die Anzucht
vorzunehmen, ist nun eine flache Schale notwendig. Dabei kann aber auch der
Deckel eines Marmeladenglases oder ein Untertasse vom Kaffeeservice gute Dienste
leisten.
Angezüchtet wird die Kresse wahlweise auf einem Untergrund aus Küchenpapier oder
Watte oder aber auch auf Gartenerde. Weiter Zutaten für die Anzucht der Kresse
sind jetzt noch Wasser und eine Sprühflasche.
Um die Gartenkresse anzusetzen, muss zunächst der Untergrund gut befeuchtet
werden. Die Samen werden nun so gleichmäßig wie möglich auf dem vorbehandelten
Untergrund aufgestreut. Nach dem Aufstreuen sowie auch in den folgenden Tagen
sollten die Kressesamen so feucht gehalten werden, dass sie nicht austrocknen.
Dabei darf aber auch nicht soviel Wasser verwendet werden, dass die Samen vor
dem Sprießen verfaulen. Mit der Sprühflasche lässt sich das Wasser somit am
besten auf den Kressesamen dosieren.
Bereits nach einem Tag beginnen die Kressesamen bereits zu sprieße. Innerhalb
von einer Woche bis maximal 10 Tagen haben die Kressepflanzen bereits eine Höhe
von rund fünf Zentimetern erreicht. Bei gleichmäßiger Verteilung der Samen ist
jetzt ein dichter Kresserasen erkennbar. Ab jetzt kann die Ernte der Kresse
beginnen. Diese erfolgt am günstigsten durch Abschneiden mit einer scharfen
Schere.
Im Handel sind inzwischen auch so genannte Kressetiere erhältlich. Hierbei
handelt es sich um unglasierte Tonfiguren in unterschiedlichen Ausführungen.
Bekannt sind in dieser Form der so genannte Kresseigel oder das Kresseschaf. Die
Tontiere werden vor dem Bestreuen mit Samen gut gewässert, da sie den Samen
ansonsten das Wasser sofort wegsaugen würden. Nach der Wässerung können die
Samen auf das Tontier gleichmäßig aufgestreut werden. Tägliches Besprühen mit
Wasser ist auch hier Bedingung für das Gedeihen der Kresse. Das Kressetier ist
nach wenigen Tagen gut bewachsen und kann so auch neben dem praktischen Nutzen
als Kräuterspender auch als Tischdekoration dienen. Auf diese Weise können auch
Kinder animiert werden, das vitaminreiche Küchenkraut zu nutzen und zu
verschiedenen Speisen wie Butterbroten oder Eiern direkt bei Tisch zu verzehren.