Das Ursprungsland der Akazien ist Nordamerika und sie wurden zu Beginn des 16. Jahrhunderts erstmals in die Schweiz importiert. Dort dienten die sommergrünen Bäume zunächst nur für Anpflanzungen in Ziergärten und Schlossparks von wohlhabenden Bürgern und Adligen. Aufgrund der hohen Wuchsleistung, wurde die Akazie später auch erfolgreich als Forstbaum eingesetzt.
Bei der Kugelakazie handelt es sich nicht um einen natürlich gewachsenen Baum. Die Krone wird auf einem Hochstamm in ca. 200 cm Höhe oder als Halbstamm auf ca. 140 cm Höhe veredelt. Die veredelte Akazie bildet dann eine kugelrunde Krone mit einer sehr schönen feinblättrigen Belaubung. Außerdem trägt sie im Juni weiße Blüten aus, die herrlich stark duften.
Kugelakazien gehören zu den sehr anspruchslosen Bäumen. Sie sind überaus robust, mögen Wärme und sind salzverträglich. Dieser Umstand macht sie vor allem für die Anpflanzung und Begrünung in den Städten attraktiv. Junge Kugelakazien wachsen sehr schnell und Jahrestriebe von 150 cm sind keine Seltenheit. Alte Bäume neigen ab etwa 30 Jahren zur Windbrüchigkeit und müssen daher stets auf evtl. Sollbruchstellen kontrolliert werden.
Heute werden Kugelakazien überwiegend für die Gartengestaltung oder als Straßenbaum z.B. in Fußgängerzonen oder Alleen angepflanzt. Die Baumkronen sind dicht und reich verzweigt. Kugelakazien können 5 bis 6 m hoch und breit werden.
Für ein gesundes und kräftiges Wachstum benötigt die Kugelakazie einen durchlässigen, nährstoffreichen und kalkhaltigen Boden. Kugelakazien sind in besonders hohem Maß Hitze- und Trockenheitsverträglich. Deshalb gedeihen sie auch an sonnigen Standorten sehr gut.
Der Rückschnitt der Kugelakazie hat im Vergleich mit anderen Bäumen keinerlei Besonderheiten. Die Kugelakazie wird einfach nur gelegentlich ausgelichtet, damit sie sich regelmäßig aber unauffällig verjüngt. Kugelakazien vertragen aber auch einen Radikalschnitt. Wurde ein Baum lange nicht geschnitten und ist verwildert oder ist die Krone durch einen Sturm zerstört, müssen oberhalb der Veredelungsstelle alle Zweige zu einem kleinen Köpfchen zurück geschnitten werden. Durch ihr starkes Wachstum entsteht schon in kurzer Zeit wieder eine neue prächtige Kugelkrone.
Wie bei allen Bäumen, ist die Zeit zu einem starken Schnitt der Spätwinter bis Vorfrühling. Der beste Zeitpunkt ist jedoch unmittelbar bevor die Bäume mit dem Austrieb beginnen. Der beschnittene Baum wächst dann besonders schnell wieder zur alten Pracht heran.
Für den Rest des Jahres gilt: Beschädigte Äste immer sofort sauber abschneiden, denn Bruchstellen sind, wie bei allen Pflanzen, ein günstiger Angriffspunkt für Schädlinge.
Die Kugelakazien gehören sicherlich mit zu den schönsten Gehölzen, die uns die Natur zu bieten hat. Ihr dichtes aber filigranes Laub lässt diese Bäume anmutig und gleichermaßen zerbrechlich erscheinen. Trotz ihrer Schönheit sollte aber bedacht werden, dass alle Pflanzenteile der Kugelakazie giftig sind.
Sie
können mehr Wissen zu diesem Thema beitragen? Wir freuen uns
auf Ihre Tipps: