Der Liebesperlenstrauch ist ein Eisenkrautgewächs, das
ursprünglich in Australien zu Hause ist und in Europa als
kulitvierte Pflanze in den Gärten zu finden ist. Die Pflanze an
sich ist recht unscheinbar, mit kleinen spitz zulaufenden
Blättern, die einen leichten Blauschimmer haben, wenn die Sonne
darauf scheint.
Was sie allerdings als Zierpflanze so begehrenswert macht,
sind ihre
wunderschönen Früchte, die im Herbst und Winter dem Garten
noch einen letzten Rest Farbe verleihen. Diese kleinen Beeren strahlen
in hellem und dunklem Violett und sind für die Vögel, die
hier überwintern, eine willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan.
Der Liebesperlenstrauch bzw. die Schönfrucht ist schwach
giftig
und wurde nach den Liebesperlen benannt. Wenn man kleine Kinder hat,
sollte man daher gut achtgeben, dass sie nicht davon naschen. Es gibt
zwar Belege, dass der Verzehr von bis zu 10 Stück dieser Beeren
keine gesundheitliche Beeinträchtigungen nach sich zieht, trotzdem
sind die darin enthaltenen Bitterstoffe stark reizend für den
Magen, so dass es durchaus zu Übelkeit und Erbrechen kommen kann.
Beim Pflanzen gilt es zu beachten, dass der Strauch bis zu
drei Meter
hoch werden kann. Daher eignet er sich sehr gut als Abgrenzungspflanze
und Sichtschutz an der Grenze zum Nachbargarten. Weniger geeignet sind
Plätze, die zur Straße führen, denn wenn die Beeren
abfallen, hat man viel Arbeit mit der Beseitigung derselben und den
unschönen Flecken, die zurückbleiben, wenn man diese zertritt.
Im Winter sollte der Wurzelballen abgedeckt werden, nachdem
man den
Strauch nur wenig gekürzt hat. Er wird im nächsten
Frühjahr wieder kräftig austreiben. Gießen ist nur in
den ersten Jahren erforderlich, bis die Pflanze sich gefestigt hat.
Allerdings nimmt sie in Trockenperioden gerne Wasserspenden und
ausreichend Dünger an.
Die Beeren sind eigentlich Steinfrüchte und eignen sich gut
zum
Binden von Kränzen und Sträußen. Sie werden gerne im
Floristenbereich eingesetzt, weil sie so robust sind und durch ihre
intensiven Farben überzeugen.
Die Schönfrucht kann auch als Balkonpflanze in einem großen
Topf heran gezogen werden. Man sollte nur im Winter dafür sorgen,
dass er mit Styropor umrandet und abgedeckt wird, damit der Frost den
Wurzeln nichts anhaben kann. Außerdem wächst der Strauch
auch auf mit Wurzelfolie ausgelegten Dächern problemlos, wenn auch
nicht so üppig wie im Garten.
Ein kleiner Tipp:
Pflanzen Sie immer mehrere, mindestens aber zwei, dieser
Sträucher
zusammen. Dadurch bilden sie mehr Blüten und Früchte. Sie
können ruhig unterschiedliche Versionen wählen, denn dies hat
keinen Einfluss darauf - im Gegenteil - die Farbenpracht wird dadurch
noch vervielfältigt.