Ursprünglich kommt der Liguster (Ligustrum vulgar), oder auch
Rainweide genannt, aus China, Korea und Japan. Heute ist er in der
ganzen Welt verbreitet und es haben sich verschiedene Arten gebildet.
Die Blätter des gemeinen Liguster haben eine sattgrüne Farbe,
während der wintergrüne Liguster oft eine rotbraune
Färbung von der Wintersonne bekommt.
Liguster gilt als besonders robust und eignet sich deshalb
besonders
gut als Hecke. Auch als Grundstücksabgrenzung ist er sehr beliebt,
da er unproblematisch zu schneiden und anspruchslos ist. Mit etwas
Kreativität, kann die Hecke sogar zu Toren geschnitten werden. Um
eine ganzjährig grüne Hecke zu erhalten, empfiehlt sich der
wintergrüne Liguster, der nur während eines besonders kalten
Winters seine Blätter abwirft.
Die Blüten zeigen sich zwischen Juni und Juli in weiß.
Daraus entstehen ab September etwa linsengroße, schwarze Beeren.
Liguster ist unkompliziert zu vermehren. Dazu werden zwischen
Februar
und April etwa 20 Zentimeter lange Steckhölzer aus der Hecke
geschnitten, vom Blattwerk befreit und zu etwa zwei Drittel in die Erde
gesteckt.
Um eine Ligusterhecke zu pflanzen, sollte man die Steckhölzer
im
Abstand von etwa drei bis fünf Metern aneinander pflanzen. Mit
einer regelmässigen Düngung erreicht man schon nach etwa drei
Jahren eine blickdichte Hecke. In jedem Fall sollte der Liguster
besonders während der heißen Sommermonate gut bewässert
werden.
Bei größeren, besonders dicken Hecken nisten sich auch gerne
Vögel in die Hecken. Bei Schmetterlingen und Bienen sind sie
ebenfalls sehr beliebt.
Die Pflanzen können bis zu vier Meter hoch werden, sollten
aber
auch regelmässig geschnitten werden (etwa zwei Mal im Jahr) um
eine schöne, dichte Form zu erhalten. Dabei gibt es wenig zu
beachten, da der Liguster auch bei starkem Nachschneiden immer wieder
gut austreibt. Jedoch sollten die Hecken nicht während der
Brutzeit der Vögel geschnitten werden.
Es gilt zu beachten, dass alle Teile des Ligusters sowohl für
viele Tierarten, als auch für den Menschen unverträglich bis
leicht giftig sind. Die Blätter und Beeren sollten deshalb auf
keinen Fall gegessen werden.