Die Lobelien gehören zu den Glockenblumengewächsen und stammen ursprünglich aus Südafrika. Durch die Zucht vieler verschiedener Farbvarianten haben sich Schläge mit unterschiedlichen Eigenschaften entwickelt. Prinzipiell schätzen die Lobelien einen sonnigen bis halbschattigen Standort und mäßige, aber kontinuierliche Wasserversorgung.
In ihrer subtropischen Heimat müssen die wilden Lobelien kaum Temperaturen unter Null Grad aushalten, sind demnach also nicht für das Überdauern harter Winter gerüstet. Als Gartenpflanze kann sie also nur in äußerst mildem Klima und geschützt den Winter überstehen. Ein paar Frostnächte kann die Lobelie durchaus verkraften, klirrend kalte und windige Nächte aber sind zuviel für den Exoten.
Gemeinhin werden die Samen im Spätwinter ausgebracht und die Pflanze bringt schon nach kurzer Zeit eine große Menge lange haltender Blüten hervor. Die Jungpflanzen sind eher empfindlich gegen hohe Ionenkonzentrationen im Boden, daher kann mit Dünger in den ersten Wochen äußerst sparsam umgegangen werden. Die reife Pflanze dagegen bevorzugt einen humusreichen, tiefen Boden, der nicht zu feuchtigkeitsdurchlässig ist und sollte während der Wachstumsphasen regelmäßig mit phosphor- und stickstoffhaltigem Dünger versorgt werden. Mitunter werden die Triebe durch die Vielzahl an Blüten überlastet und sollten gestützt oder etwas zurück geschnitten werden.
Da die Samen äußerst keimfreudig sind und sich die Jungpflanzen schnell entwickeln, wird die Lobelie üblicherweise nur in Form ihrer Samen über den Winter gebracht und als einjähriges Gewächs angesehen. Wird die Pflanze nicht in einer Rabatte ausgesät, sondern in einem Blumentopf gezogen, so kann sie problemlos als Ganzes überwintert werden.
Im darauf folgenden Jahr hat man schon frühzeitig eine kräftige Pflanze, die früh und fleißig blüht.
Der Pflanztopf wird dazu im Herbst oder Frühwinter in einen kühlen, hellen Innenraum eingebracht. Die Lobelie kann noch die ersten Frostnächte im Freien mitmachen. Der Winterstandplatz sollte ähnlich wie der ursprüngliche recht sonnig sein. Auch wenn bei niedrigerer Temperatur der Stoffwechsel und das Wachstum eingeschränkt wird, so braucht die Lobelie doch ausreichend Licht, um nicht zu kümmern.
Die warmen Wohnräume oder Wintergärten eignen sich nicht für diese Jahreszeit – die kurze Tageslichtdauer und geringe Lichtintensität sollte mit einer Temperatur zwischen fünf und zehn Grad Celsius einhergehen. Bei hoher Lufttemperatur aber geringer Belichtung bilden sich oft unschöne Auswüchse, die die Pflanze unnötig viel Kraft kosten.
Das Gießen der überwinternden Lobelie erfolgt regelmäßig und in kleinen Mengen. Stehende Feuchtigkeit sollte unbedingt vermieden werden, aber auch die Austrocknung des Erdreiches muss unbedingt vermieden werden. Auch Blumendünger ist während des Winters nicht von Nutzen, da die Pflanze die Nährstoffe nun kaum aufnehmen und nutzen kann.
Die Lobelie ist dankbar, wenn sie die ersten Sonnenstrahlen nach dem Nachtfrost wieder draußen auffangen darf und wird es auch mehrjährig mit beeindruckender Blütenpracht danken.