Der Mammutbaum trägt seinen Namen natürlich aufgrund seiner
enormen Größe, die eine ausgewachsene Pflanze erreichen
kann. Der dickste bekannte Mammutbaum hat einen Stammdurchmesser von
satten 13 Metern, die größten Bäume dieser Art kommen
auf ein Gewicht von 2.400 Tonnen. Nimmt man den Blauwal als
Gewichtsvergleich, so nimmt sich dieser mit rund 140 Tonnen schon fast
als Leichtgewicht aus. Die ältesten Bäume dieser
Zypressenunterart werden auf rund 3.000 Jahre geschätzt. Der
Küstenmammutbaum bildet hier eine Ausnahme hinsichtlich Wachstum
und Alter dieser Baumart, denn er wird nicht so alt wie seine
Mammutbaumkollegen und hat auch einen deutlich schlankeren Stamm, was
er aber durch eine ausgewachsene Größe von rund 100 Meter
und mehr wieder ausgleicht.
Drei grundsätzliche Arten machen den Mammutbaum aus. Dazu
zählt zunächst der Riesenmammutbaum, weiterhin der
Küstenmammutbaum und zuletzt der Urweltmammutbaum.
Riesenmammutbäume haben sich hinsichtlich ihrer Struktur
ihrer
ursprünglichen Umgebung, nämlich den trockenen Wäldern
der Sierra Nevada, hervorragend angepasst. Durch ihre dicke, fasrige
Rinde werden sie relativ selten das Opfer von Waldbränden, die
sich hier in den westlichen USA leider häufiger ergeben.
Brandverletzungen, die sich aus den Waldbränden ergeben,
können bei einem gesunden Baum ausheilen und nur noch die
Brandnarben deuten dann noch auf den überlebten Waldbrand hin. Der
Mammut ist eben auch als Baum eine Gattung, die so schnell nichts
umwirft - und das im wahrsten Sinne des Wortes
Auch hinsichtlich der Fortpflanzung hat die Natur
hier genial
vorgesorgt, denn die Zapfen mit den Samen beim Mammutbaum öffnen
sich nach einem Waldbrand. Verbrannte Konkurrenzpflanzen bieten den
neuen Pflänzchen so nicht nur den benötigten Platz, sondern
sorgen im ewigen Kreislauf der pflanzlichen Nahrungskette gleich noch
für die Düngung der Jungpflanzen.
In Mitteleuropa finden sich Mammutbäume sehr selten als
Parkbäume. Aufgrund ihrer ausgewachsenen Größe eignen
sie sich für den Hobbygärtner bedingt zur Anpflanzung im
eigenen Garten, da ein Garten schnell seine Kapazitäten für
das Pflanzenwachstum ausgereizt hätte.
Grundsätzlich ist der Mammutbaum bis zu Minus 20 Grad Celsius
winterhart, damit zur Auspflanzung in mitteleuropäischen Regionen
sehr gut geeignet. Wegen seines schnellen Wachstums von bis zu 70
Zentimeter pro Jahr, benötigt der Mammutbaum besondere Bedingungen
bei der Anpflanzung, damit er nicht in die Höhe schießt,
sondern auch einen guten Stamm entwickelt.
Der Topf, in dem die erste Anpflanzung im eigenen Garten
erfolgt,
sollte daher nicht zu groß ausgewählt werden. Zwar sind
Mammutbäume winterhart, aber zarte Jungpflanzen benötigten
noch Winterschutz, der vom Gärtner mit Vlies oder Reisig
gewährt werden kann. Im Sommer liebt der Mammutbaum immer sonnige
bis halbschattige Standorte.