Der Oleander (lat. Nerium Oleander), der auch Rosenlorbeer
genannt wird, gehört zu der Gruppe der
Hundsgiftgewächse und ist ein buschiger, reich
blühender, immergrüner Strauch. Seine lanzenartigen,
schmalen Blätter werden zwischen sechs und fünfzehn
Zentimeter lang und besitzen eine kräftig grüne
Farbe. Er bildet eine Vielzahl an leuchtenden ca. fünf
Zentimeter großen Blüten, die je nach Sorte in den
Farben Rosa und Rot, Pink, Violett und Weiß strahlen. Die
Blütezeit der Pflanze beginnt im Mai und endet
spätestens im September. Beheimatet ist der Oleander in den
Mittelmeerländern und im Orient und bevorzugt deshalb auch in
unseren Breitengraden Standorte in der prallen Sonne.
Der prächtige Oleander ist eine attraktive Pflanze und
fühlt sich im Sommer in Kübeln und
Übertöpfen im Garten, auf der Terrasse und auf dem
Balkon sehr wohl. Er liebt windgeschützte, regensichere,
sonnige Standorte. Der Oleander benötigt für sein
Wachstum und für die Blütenbildung sehr viel Wasser.
Erhält er zu wenig Wasser, werden die Blätter gelb
und fallen schließlich ab. Deshalb sollte er
möglichst jeden Tag gegossen werden. Diese robuste und sehr
durstige Pflanze verträgt sogar Staunässe, die sich
auf dem Topfboden sehr schnell bilden kann. Der Oleander nimmt einfach
das überschüssige Wasser auf und verbraucht es. Das
Gießen kann mit kalkhaltigem Leitungswasser erfolgen, da der
Kalk dem Oleander nicht schadet. Damit die Pflanze gedeihen und sich
die Blüten entwickeln können, benötigt der
Oleander regelmäßige Düngegaben.
Während der Blütezeit sollte ein bis zwei Mal in der
Woche gedüngt werden, ansonsten reicht es, alle vierzehn Tage
zu düngen.
Damit der Oleander prächtig wächst, gedeiht und
üppig blüht, kann ein Umtopfen erforderlich werden.
Junge Pflanzen sollten jährlich im Frühjahr umgetopft
werden. Da ein älterer Oleander langsamer wächst,
kann er mehrere Jahre in ein und demselben Topf bleiben.
Einige der über 160 Oleanderarten sind winterhart und
können das ganze Jahr über im Freien bleiben. Doch
der Großteil der Arten ist frostempfindlich. Das bedeutet,
dass die Pflanze, sobald der erste Frost einsetzt, an einem
frostfreien, hellen oder abgedunkelten, jedoch recht kühlen,
und luftigen Ort untergebracht werden muss. Die optimale Temperatur
liegt bei 5° bis 10°C. Der Wintergarten ist
für den Oleander ein idealer Platz, um zu
überwintern. Doch auch während der Winterpause muss
die Pflanze gelegentlich mit Wasser versorgt werden. Allerdings wird
immer nur dann gegossen, wenn das Erdreich bis zum Topfboden
ausgetrocknet ist.
Sehr wichtig ist, die Pflanze immer wieder genau zu betrachten und
Blätter, Blüten und Erde zu kontrollieren, um
Schädlinge wie Blatt- und Schildlaus oder einen Pilzbefall
rechtzeitig zu entdecken und, mit speziellen Mitteln aus dem
Fachgeschäft, zu bekämpfen. Beim Umgang mit einem
Oleander ist Vorsicht geboten, da alle Pflanzenteile giftig sind und
Kopfschmerzen, Erbrechen, Durchfall und sogar
Herzrhythmusstörungen auslösen können.
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