Der Perückenstrauch (Cotinus) gehört zur Familie der
Sumachgewächse. Dabei handelt es sich um Bedecktsamer, deren
Wuchsform vorrangig strauchartig ist. Der Perückenstrauch ist ein
sehr anpassungsfähiger Strauch, sodass diese ursprünglich aus
dem Mittelmeerraum stammende Pflanze sich auch in weiteren
europäischen als auch einigen asiatischen Ländern wohl
fühlt und bei der richtigen Pflege jedes Jahr prächtig
gedeiht. Es wird unterschieden in mehrere Arten von Cotinus, wobei am
häufigsten der rotlaubige Cotinus coggygria aufgrund seiner
optischen Besonderheit seinen Standort in den heimischem Gärten
findet.
Standort:
Der Perückenstrauch verträgt eine sonnige, jedoch
geschützte Lage. Durch die breitbuschige Wuchsform der
Perückensträucher, sollte bei Pflanzung auf genügend
Platz geachtet werden. Die endgültige Höhe eines
Perückenstrauches liegt zwischen drei und sechs Metern. Sein
auffälliges Erscheinungsbild gibt ihm daher auch eine besondere
Ausstrahlung als Solitärgehölz eines jeden Gartens. Seine
Anforderungen an den Untergrund sind eher anspruchslos. Er
verträgt sehr gut normale Gartenerde, als auch sogar steinige
Kalkböden. Allerdings bevorzugt er trockene Böden, das
heißt: Vorsicht beim Gießen, keine Staunässe!
Blüte:
Sein Laub ähnelt einer länglichen Form und überzeugt
durch seine tiefrote bis violette Färbung. Es gibt ihn auch als
unscheinbarere grünblättrige Variante. Im Juni / Juli
blüht der Perückenstrauch. Es zeigen sich grünlich-gelbe
Blütenrispen, welche feinen Haarbüscheln ähneln. Sie
beherbergen die Samen der Pflanzen. Man kann sie im September vom Busch
abnehmen und sie im kommenden Frühjahr zum Keimen bringen.
Allerdings gestaltet sich diese Vermehrung oft als sehr schwierig,
sodass vorwiegend auf bereits fertig gezogene Pflanzen
zurückgegriffen wird. Während der Herbstfärbung,
leuchten die Blätter in allen möglichen Orange- und
Rottönen.
Pflege / Schnitt:
An und für sich gedeiht dieser Strauch ohne besondere Pflege
und
Schnitte. Allerdings wird er ausladender und dichter, wenn man ihn im
Herbst zurückschneidet. Vertrocknete Triebe oder auch zu sehr
ausstehende Zweige sollten entfernt werden. Da frisch gepflanzte
Perückensträucher etwas frostanfällig sein könnten,
sollten diese anfänglich mit Reisig geschützt werden.
Sie gehören zu den winterharten Sträuchern können jedoch
bei zu großer Kälteeinwirkung einige beschädigte Zweige
aufweisen, welche dann im Frühjahr wieder herausgeschnitten werden
sollten, um einem eventuellen Krankheitsbefall vorzubeugen.
Unbedingt ratsam ist das Tragen von Handschuhen beim Schnitt
eines
Perückenstrauches. Die Blätter als auch das Holz enthalten
verschiedene Farbstoffe, welche zu früheren Zeiten gern zum
Einfärben von Wolle verwendet wurden.
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