Pfingstrosen sind mehrjährige Stauden, die in den frühen
Sommermonaten in den verschiedensten Farben blühen. Die
Blütenfarben reichen von weiß über rosa und gelb bis zu
kräftigen Rottönen. Es werden Arten mit gefüllten und
ungefüllten Blüten angeboten. Pfingstrosen eignen sich sehr
gut als Schnittblumen, allerdings sollten sie dafür die Blüte
noch nicht zu weit geöffnet haben - die Blütenblätter
fallen sonst sehr schnell aus.
Im Garten bevorzugen Pfingstrosen einen leicht sauren Boden,
der im
Sommer gern etwas trockener sein darf. Die Lichtverhältnisse
sollten sonnig bis halbschattig sein. Dabei ist bei einem sonnigen
Standort mit einer zeitigeren Blüte zu rechnen, im Halbschatten
dagegen halten sich die Blüten länger. Wenn im Frühjahr
bereits Knospen zu sehen sind, sollten diese bei Frostgefahr durch
Abdecken der Pflanze mit Vlies geschützt werden.
Gedüngt werden die Pfingstrosen im Frühjahr oder nach der
Blüte am besten mit Guano, Kompost oder gut verrottetem Mist.
Weil Pfingstrosen mit gefüllten Blüten durch das relativ hohe
Gewicht der Blüten leicht umknicken können, werden sie
bereits vor der Blüte hochgebunden und eventuell mit Stäben
oder Ähnlichem abgestützt. Das Laub wird nicht gleich nach
der Blüte abgeschnitten, es welkt im Herbst und sollte bis dahin
stehen bleiben, damit die Pflanze genügend Nährstoffe
für das nächste Jahr sammeln und in der Wurzel einlagern kann.
Pfingstrosen pflanzt man am besten im Herbst. Allerdings
vertragen sie
das Umpflanzen oft schlecht und die Blüte fällt im
nächsten Jahr aus. Das kann vermieden werden, wenn man die
ausgegrabene Pflanze nicht zu gut von den alten Erdresten befreit,
sondern diese mit in das neue Pflanzloch gibt. Auch ein zu tiefes
Pflanzen kann zu Blütenausfällen führen.
Die Triebknospen sollten nur 5 Zentimeter, bei schwerem Boden
sogar nur
3 Zentimeter unter der Erde liegen. Werden dagegen veredelte
Pfingstrosen eingepflanzt, muss die Veredelungsstelle 10-15 Zentimeter
unter der Erde liegen.
Die Edelsorte bildet in den folgenden Jahren eigene Wurzeln
und die
Unterlage wird dann abgestoßen. Erst nach der Abstoßung ist
mit einer reichen Blüte zu rechnen, vorher fällt diese meist
spärlich aus oder entfällt sogar ganz. Diese Pflanzen also
nicht zu schnell abschreiben!
Mit den Jahren kann eine Pfingstrose sich zu einem recht
großen
Strauch entwickeln. Oft lässt dann allerdings die Blühkraft
nach. Dann ist der richtige Zeitpunkt, die Pflanze zu teilen. Die
jungen Pflanzen werden wieder viele Blüten entwickeln. Die Wurzel
wird im September oder Oktober ausgegraben und in mehrere Teile zerlegt.
Dabei ist darauf zu achten, dass an jeder Teilstück
mindestens 3
Stängelknospen sind. Diese werden dann wie oben beschrieben
eingepflanzt. Mitunter kann im folgenden Jahr die Blüte ausfallen,
wenn aber alles richtig gemacht wurde, blüht die neue Pfingstrose
spätestens im 2. Jahr nach dem Pflanzen.