Sonnenblumen sind leicht zu pflegen und eine Freude
für jeden Gartenbesitzer.
Die Hochgewachsenen Sonnenblumen sind mit ihren breiten,
leuchtend gelben Blüten und ihrer reichen Ernte an
Sonnenblumenkernen eine Zierde für jeden bunten Blumengarten.
Im Gegensatz zu manchen Vorurteilen ist diese einjährige
Korbblütlerpflanze durchaus pflegeleicht, wenn nur einige
Grundbedingungen erfüllt sind. Dann wächst sie bis zu
einer Höhe von mehreren Metern und bietet nicht nur den
Gartenbesitzern einen wunderschönen Anblick, sondern lockt
auch Insekten in ihre vielen kleinen Blütenkelche und zieht
später auch Vögel an, die sich an den
Sonnenblumenkernen gütlich tun.
Sonnenblumen brauchen für ein gutes Wachstum einen besonders
nährstoffreichen Boden, den man am besten mit
Hornspänen und Kompost aufbereitet. Schatten bekommt ihnen gar
nicht gut, Sonne um so besser, allerdings an einem Platz, der vor Wind
geschützt ist. Dann können sie prächtig in
die Höhe wachsen, ohne durch Windstöße
abgeknickt zu werden. Viel Wasser brauchen die Sonnenblumen, um
groß und stark zu werden, im Hochsommer sogar morgens und
abends. Auch eine Düngung ein- bis zweimal in der Woche tut
ihnen gut.
Um Sonnenblumen heranzuziehen, steckt man die Kerne in der Zeit
zwischen Ende April und Anfang Mai in gut gelockerte und mit
Nährstoffen vorbereitete Gartenerde, gießt sie
regelmäßig und rupft dann die schwächeren
der hervortretenden Sämlinge aus. Bereits im Juli zeigen sich
bei den starken Pflanzen die schönen
Blütenansätze.
Da Sonnenblumen schnell emporschießen, sollte man sie mit
Stäben aus Kunststoff oder zum Beispiel aus Bambus
abstützen. Ganz sicher geht man, wenn man mehrere
Stäbe rund um die Pflanze in den Boden steckt und die
Sonnenblume dann eher locker mit einem Band oder Blumendraht daran
befestigt. Legt man gleich ein ganzes Sonnenblumenfeld an, dann
stützen sich die Pflanzen auch gegenseitig und
schützen sich vor dem Wind. Noch leichter können
Sonnenblumen abgestützt werden, wenn man spezielle
Staudenstützen einsetzt, die man auch im nächsten
Jahr wieder benutzen kann.
Eine große Gefahr allerdings droht allen Sonnenblumen: Die
Schnecken! Diese gefräßigen Tiere lieben die noch
zarten Jungpflanzen und können mit ihrem Hunger ein ganzes
Sonnenblumenbeet zerstören. Als erste, oft schon ausreichende
Maßnahme kann man empfehlen, die jungen Sonnenblumen mit
einer dicken Mulchschicht aus gehäckselten Zweigen zu
schützen, wobei allerdings der Bereich direkt um den
Stängel frei gehalten werden sollte. Im schlimmsten Fall muss
man die Schnecken in der Abenddämmerung einsammeln oder
Schneckenfallen aufstellen.
Wer die einjährigen Sonnenblumen vermehren will, braucht nur
im Frühjahr die Wurzelstöcke zu halbieren und an
einen geeigneten Standort zu versetzen. Die Pflanzen müssen
dabei gut angedrückt und natürlich auch
kräftig gegossen werden. Lange Freude an seinen Sonnenblumen
hat man, wenn Abgeblühtes schnell entfernt. Das regt die
Pflanze zur neuen Blütenbildung an.