Einen wahren Dinosaurier für den Garten stellt die Platane
dar,
denn das Vorkommen der Platane konnte schon in der Kreidezeit
nachgewiesen werden. Allerdings besiedelte die Platane die damals noch
überdurchschnittliche Gegend des heutigen Spitzbergen. Inzwischen
herrschen dort mittlere Jahrestemperaturen von - 20 Grad Celsius, was
für die Platane kein akzeptables Klima mehr ist.
Die uns bekannte Platane ist eine Kreuzung aus der
nordamerikanischen
Platanus occidentális und der ostmediterranen Planus
orientális. Auch botanische Laien erkennen die Platane daran,
dass sie im Herbst ihre Borke in großen Platten verliert, so wie
andere Bäume zu dieser Zeit lediglich das Laub abwerfen, was den
Eindruck erweckt, dass die Pflanze abstirbt. Wer sich die Platane in
den Garten pflanzt, wird sich in der Winterzeit mit einem
gerippeähnlichen Baum mit großflächig abplatzender
Rinde als Anblick anfreunden müssen.
Die Früchte der Platane sind längliche Nüsse mit einem
Durchmesser von zwei bis drei Zentimeter. Auch wenn die Nüsse
keinen weiteren Wert für den Gärtner haben, können sie
als Katzenspielzeug gute Dienste leisten. Platanengewäche
haben im übrigen eine sehr lange Vergangenheit.
Die Platane eignet sich auch bzw. gerade in Gegenden, die
starker
Luftschadstoffbelastung unterliegen. Wer also seinen Garten nahe der
Innenstadt oder einer sonstigen Gegend mit hoher Luftbelastung hat,
sollte die Platane zum einen deshalb anpflanzen, weil sie gegen diese
Schadstoffe große Resistenz zeigt, zum anderen weil sie als
luftreinigend gilt. Das ist auch ein Grund, weshalb die Platane in
Großstadt- oder Industriezentren angepflanzt wird.
Die Wahl des Standortes sollte zum Wohle der Pflanze auf
frischen und
tiefgründigen Böden erfolgen, da ihre Wurzeln bis tief in den
Boden hinein wachsen. Weil der Name der Platane aus dem Griechischen
kommend "weit verbreitet" bedeutet, sollte man diesen Hinweis auch
für die Anpflanzung und den künftigen Standort der Platane
berücksichtigen.
Neben einem weit ausgebreiteten Wachstum, das sich schon weit
unten am
Stamm zu teilen beginnt, hört das Höhenwachstum der Platane
oftmals erst bei 40 Meter auf. Der Stammdurchmesser der
schnellwachsenden Pflanze kann schnell 3 Meter erreichen und damit die
Kapazitäten eines durchschnittlichen Gartens schnell
überschreiten. Der Standort sollte also gut gewählt werden.
Die Früchte der Platane sind etwa golfballgroße, stachelige
Kugeln. Alljährlich fängt die Platane etwa im April an
auszutreiben. Die Knospen stehen dabei abwechselnd am Zweig, was der
Botaniker als wechselseitig bezeichnet.