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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Rizinussamenkörnchen

Rizinussamenkörnchen





Rizinussamen haben es in sich. Aus ihnen wächst eine große, dekorative Pflanze, die sich zunehmender Beliebtheit erfreut. Ihre Samen enthalten eines der wirksamsten, natürlichen Gifte.

Vor der Aussaat empfiehlt es sich, die Sämerei einige Stunden im lauwarmen Wasser weichen und aufquellen zu lassen. In die Anzuchterde gesteckt, verbleiben sie an einem warmen Standort und gehen meist innerhalb einer Woche auf. März oder April sind günstig für das Aussäen; so entfalten sie sich in geschützter Umgebung und die Pflänzchen gewinnen an Kraft. Es ist darauf zu achten, dass die Erde nur mäßig gegossen wird.

Nach den Eisheiligen kann das Auspflanzen in Kübel oder den Garten erfolgen. Um die kleinen Rizinusgewächse vor Schneckenbefall zu bewahren, hat sich ein nächtliches Abdecken mittels kleiner Tontöpfe bewährt. Rizinus gedeiht sehr gut auf einem Bett von Pferdemist oder kompostierter Erde. Später muss die Solitärpflanze einzeln stehen, bedarf eines windgeschützten, halbschattigen Standorts. Mit etwas Glück wächst sie auch in Gärten mit Nordseitenlage. Sie verlangt nach ausreichend Wasser und regelmäßiger Düngung.

Im Herbst bringt das einjährige Wolfsmilchgewächs rote, stachelige Früchte hervor. Dörrt man diese, lassen sich leicht daraus die rotbraunen Rizinussamenkörnchen entnehmen. Für die nächste Aussaat bewahrt man sie trocken und dunkel auf.

Doch nimmt man einige der Körner zu sich, kann das zum Tode führen. Deshalb wurden früher die marmorierten Samen auch als Witwenglück bezeichnet. Deren Schalen enthalten das hoch toxisch wirkende Eiweiß namens Rizin. Typische Vergiftungserscheinungen äußern sich durch Übelkeit, Erbrechen, Schädigungen der Leber und des Verdauungstraktes sowie blutigem Durchfall.

Das Gift führt zu einer Verklumpung der roten Blutkörperchen und lähmt das Atemzentrum. Etwa nach zwei Tagen tritt der Tod aufgrund von Kreislaufversagen ein. Ein wirksames Gegengift existiert nicht. Deshalb wurde der Wirkstoff Rizin auf die Liste des Kriegswaffenkontrollgesetzes gesetzt. Aus diesem Grund sei besondere Vor- und Umsicht mit Rizinussamenkörnchen geboten. Sie gehören nicht in Kinderhände!

Werden die Samenkörner ausgepresst, geben sie das durchsichtige, gelblich gefärbte Rizinusöl frei. Pharmazeutisch als Ricini oleum bezeichnet, ist es frei von Giftstoffen. Das Öl ist ohne Geruch, von mildem, widerlichen Geschmack und brennt. Es wirkt stark abführend; löst also in der Regel alle Verstopfungsprobleme und entwässert. Normalerweise tritt die abführende Wirkung innerhalb von zwei bis vier Stunden ein.

Ferner verwendet die Kosmetikindustrie es als Zusatzstoff für Cremes, Salben, Lippenstifte und Badezusätze. Rizinusöl dient als Bindemittel bei der Herstellung von Dispersionsfarben und Lacken. Selbst Biodiesel lässt sich aus den Rizinussamenkörnchen gewinnen.




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