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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Rosen schneiden

Rosen schneiden





Rosen zählen zu der beliebtesten Pflanzengruppe in deutschen Gärten. Von den Züchtern wurden in den letzten Jahren eine Vielzahl neuer Rosensorten hervorgebracht. Natürlich möchte der Kleingärtner lange Freude an seinen Rosen haben. Deshalb ist es wichtig die Grundregeln des Rosenschnitts zu kennen. Oft wird der richtige Schnitt der Rosen als etwas Schwieriges dargestellt. Ist es aber nicht. Wichtig ist die unterschiedlichen Rosensorten gut zu beobachten, um die verschiedene Wuchskraft der Rosensorten und ihr Blühverhalten kennen zu lernen.

Wann und wie wird geschnitten?

Im Frühjahr wird der grundlegende Rosenschnitt durchgeführt. Bei öfter blühenden Rosen werden im Sommer verwelkte Blüten zurück geschnitten, damit die Nachblüte gefördert wird. Der Schnitt sollte hier über einem fünfteiligen Blatt geschehen. Wenn die Rose noch in voller Blüte steht und ein längerer Stiel gewünscht wird, entsprechend weiter unten über einem fünfteiligen Blatt abschneiden.

Der Hauptschnitt erfolgt im März/April, wenn die Knospen zu schwellen beginnen. Grundsätzlich gilt: Je weniger geschnitten wird, desto rascher treiben die Rosenstöcke aus. Je stärker geschnitten wird, umso länger muss auf die Blüten gewartet werden. Dafür sind die Neutriebe kräftiger. Ein starker Rückschnitt ist für Schwachwachsende Sorten von Vorteil, so werden sie auf diese Weise zum Wuchs angeregt.

Einmalblühende Rosen blühen an Kurztrieben, die sich am alten Holz entwickeln. Diese werden nicht regelmäßig im Frühling geschnitten, sondern nur alle paar Jahre ausgelichtet. Öfterblühende Rosen blühen zuerst an den neuen Trieben des Jahres. Später dann an den sich aus den abgeblühten Trieben sich entwickelnden Seitenzweigen.

Diese müssen auch im Sommer regelmäßig geschnitten werden, um den erneuten Blütenansatz anzuregen. Werden öfterblühende Rosen im Frühjahr nur wenig geschnitten verzweigen sie sich stärker und blühen reicher. Dennoch müssen schwache und alte Triebe regelmäßig herausgeschnitten werden.

Grundregeln:

Geschnitten wird immer leicht schräg über einem nach außen gerichteten Auge. Dafür bitte scharfe Scheren verwenden, damit das Holz nicht gequetscht wird. Totes und krankes Holz wird bis in das gesunde Holz hinein abgeschnitten. Alte Triebe werden direkt am Boden weg geschnitten. Nach innen wachsende, schwache, zu dicht stehende und sich überkreuzende Triebe werden ausgelichtet.

Einige Arten von Rosen und deren Schnitt

Edel-, Beet- und Zwergrosen:

Beetrosen blühen in Büscheln, während die Blüten der Edelrosen meist einzeln am Triebende stehen. Zwergrosen sind kleinblütige und kleinwüchsige Rosen, die büschelartig blühen. Durch einen regelmäßigen Sommerschnitt werden alle drei Arten zum ständigen Nachblühen angeregt. Beim Grundschnitt im Frühjahr die starken Triebe auf 3 bis 8 eingrenzen. Dünnere Triebe stärker, auf 3 bis 4 Augen, kräftigere Triebe auf 4 bis 6 Augen kürzen. Edelrosen die längere Stiele zur Blüte haben sollen stärker schneiden, maximal aber auf 2 bis 3 Augen je Trieb.

Hochstämmchen/Kaskadenrosen:

Hochstämmchen werden wie Beet- oder Edelrosen geschnitten. Beim Schneiden darauf achten, dass eine gleichmäßig runde Krone entsteht. Bei den Kaskadenrosen werden nur die äußeren Verzweigungen leicht zurück geschnitten. Dicht wachsende und ältere Triebe werden von innen her ab und zu ausgelichtet.


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