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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Rosen überwintern

Rosen überwintern





Rosen gehören bei uns zu den beliebtesten Gartenpflanzen. Das ist kein Zufall, gibt es doch kaum eine Staude, die in solcher Vielfalt in Gartenfachmärkten und Gärtnereien angeboten wird. Bei richtiger Pflege kann sich der Gärtner über Jahre an den beeindruckenden Blüten erfreuen. Oft werden ausgewählte Sorten über Generationen weitergereicht.

Die Gartenspezialisten sind bemüht, bei Neuzüchtungen immer pflegeleichtere Sorten zu entwickeln. Um lange Zeit an der „Königin der Pflanzen“ Freude zu haben, sind einige Grundregeln zu beachten. Neben regelmäßigem Düngen und Gießen und der Wahl eines geeigneten Standortes ist besonders auf eine sorgfältige Vorbereitung der Pflanze auf den Winter zu achten. Wird darauf verzichtet, kann die Rose erfrieren oder wächst im nächsten Jahr nur sehr spärlich.

In milden Wintern kann die Rose mit etwas Glück auch ohne Winterschutz auskommen. Gerade in den letzten frostreichen Wintern aber erlebten Gärtner, die auf einen Schutz verzichteten, böse Überraschungen.

Die erste „Winterschutzmaßnahme“ erfolgt schon beim fachgerechten Pflanzen. Die Veredlungsstelle, erkennbar an der Verdickung über der Wurzel, sollte sich immer mindestens 5 cm unter der Erde befinden. Dann können leichte Fröste der Pflanze nicht schaden. Um die Staude gut auf die kältere Jahreszeit vorzubereiten, sollte sie ab August auch nicht mehr gedüngt werden. So geht die Blühwilligkeit zurück und die Pflanze wird abgehärtet.

Weitere Winterschutzmaßnahmen für Rosen sind vom Standort der Pflanze abhängig. Bei Rosen, die direkt in den Gartenboden gepflanzt wurden, muss nur die Oberfläche geschützt werden. Rosen in Kübeln, Kästen oder Töpfen müssen rundherum geschützt werden, sonst erfrieren in strengen Wintern die Wurzeln. Besonders in kleineren Gefäßen sind die Wurzeln gefährdet.

Sind die Gefäße gut zu transportieren, sollten sie an eine Hauswand oder eine andere geschützte Stelle gebracht werden. Es empfiehl sich, kleinere Kübel oder Töpfe in isolierende Materialien einzupacken. Im Handel werden unterschiedliche Produkte dafür angeboten.

Der Schutz der Bodenoberfläche um die Rosen sollte mit lockerer Erde erfolgen, die ungefähr 20 cm aufzuschütten ist. Diese Maßnahme ist auch als Anhäufeln bekannt. Eine Schicht aus Reisig oder Laub, die darüber verteilt wird, verstärkt die Schutzwirkung. Auf keinen Fall sollte die Rose vor dem Winter zu stark zurückgeschnitten werden, nur vertrocknete Blüten und Laub sind zu entfernen. Der Hauptrosenschnitt erfolgt im Frühjahr.

Für Edelrosen sind diese Bodenschutzmaßnahmen ausreichend. Hochstammrosen und Rosensträucher sollten mit Reisig geschützt werden, auf keinen Fall luftundurchlässige Materialien zum Einpacken verwenden. Das Kondenswasser würde großen Schaden anrichten. Das „Verpacken“ der Hochstämme schützt nicht nur vor Frost sondern auch vor zu starker Sonneneinstrahlung. Die gleichen Maßnahmen sind auch für Kletterrosen zu empfehlen.

Der geeignete Zeitpunkt zum Anhäufeln der Rosen ist der November, dieser Termin kann jedoch variieren, ein Blick auf den Wetterbericht ist empfehlenswert! Das Beseitigen des Winterschutzes erfolgt meistens im April. Erfahrene Gärtner entfernen ihren Rosenschutz, wenn die Forsythiasträucher blühen. Ein geeigneter Winterschutz trägt dazu bei, dass sich Rosen zu kräftigen blühfreudigen Pflanzen entwickeln.


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