Schachtelhalme bevorzugen feuchte Böden, wachsen sogar im
Wasser
und vermehren sich durch ihr Wurzelwerk, oder durch einzelne
Sprossenstücke. Sie werden nicht höher als zwei Meter, mit
der Ausnahme einer tropischen Art.
Die mehrjährigen Pflanzen sind sehr leicht an den Sprossen
und
ihren Nodi zu erkennen. Die Sprosse baut sich aus einer Reihe von Nodi
(Knoten) und Internodien auf. An den Knoten sprießen unscheinbare
Blätter oder auch Seitensprosse. Diese Blätter und Sprosse
sind wirtelig. Das bedeutet, dass aus jedem Knoten mehrere
Sprossen oder Blätter entspringen. An den Spitzen befinden sich
außerdem Wasser abscheidende Drüsen - Hydathoden - mit
denen die Pflanze Wasser abgeben kann.
Den Namen Schachtelhalm hat die Pflanze erhalten, weil man
ihre Stiele
an den Sprossenachsen herausziehen, und wenn man möchte, auch
wieder hineinstecken kann - wie bei einer Schachtel eben. Wie viele
Sorten es gibt, ist allerdings umstritten, da sich die Schachtelhalme
untereinander sehr gut kreuzen lassen, aber es wird von ungefähr
20 Arten gesprochen. Dadurch, dass jeder Schachtelhalm Kieselsäure
und Silikate einlagert, ist jede Sorte dazu geeignet, als Scheuermittel
zu dienen.
Der Schachtelhalm kann jedoch viel mehr als das, so wird
besonders der
Ackerschachtelhalm oft als Unkraut angesehen, ist aber auch als potente
Heilpflanze bekannt. Er wird eingesetzt bei Wundheilung, Gicht und
Rheuma, bei bakteriellen Entzündungen der Nieren und Harnwege und
chronischem Husten. Aber er wird auch bei Arthrose und von Sportlern
für die Stärkung der Bänder und Sehnen verwendet.
Zusätzlich kann er als biologischer Dünger, Insektenmittel
und als Scheuermittel eingesetzt werden.
Doch so nützlich der Schachtelhalm auch ist, er nimmt leicht
überhand im Garten, da die Wurzeln bis in zwei Meter Tiefe reichen
können, sind sie auch sehr hartnäckig, wenn man sie wieder
los werden möchte, oder zumindest beschränken will. Dann
hilft nur die chemische Keule oder mühsames Ausgraben der Wurzeln.
Auf keinen Fall darf die dicke Wurzel - das so genannte Rhizom -
durchtrennt werden, da es sonst an der Schnittstelle neue Triebe
bildet. Auch kann der Boden überkalkt werden, da Schachtelhalm
kalklosen Boden bevorzugt.