Die Schwertlilie – auch als Iris bekannt – ist aufgrund der schönen und auffälligen Blüten sehr beliebt und deshalb auch in Gärten oft gesehen. Den Namen Iris verdankt sie der griechischen Göttin des Regenbogens. Er spiegelt die Farbenprächtigkeit der Blüten wider.
Es gibt etwa 200 bis 280 Arten, die in der Regel aus Zonen mit gemäßigtem Klima stammen. Schwertlilien mögen meist feuchten Boden und einen sonnigen Standort. Sehr viele Arten sind außerdem winterhart. Da Schwertlilien generell sehr vielfältig sind, ist es schwer, allgemein gültige Pflegetipps zu geben.
Es kann allerdings gesagt werden, dass sie eine schönere Blütenpracht entwickeln, wenn sie mit ihrem Standort zufrieden sind. Vor allem wilde Schwertlilien oder auch Sumpf-Schwertlilien bevorzugen meist halbschattige bis sonnige Standorte und einen feuchten Boden. Da jede Schwertlilie andere Ansprüche an ihren Standort hat, ist es prinzipiell wichtig, für jede einzelne Art die Pflegeanleitung des Händlers zu beachten. So gibt es neben den heimischen Arten, die eher einen feuchten Boden mögen auch Arten, die lieber trockene Böden bevorzugen (z. B. Steppen-Schwertlilie).
Wer nicht möchte, dass Schwertlilien im Garten die Oberhand gewinnen, sollte nach dem Verblühen unbedingt die Blüten abschneiden. Es ist auch möglich, Schwertlilien selbst zu ziehen. Die Samen werden dazu einige Tage auf einem Papier offen in den Kühlschrank gelegt. Das ist wichtig, da Schwertlilien Frostkeimer sind. Weil sie außerdem noch zu den Dunkelkeimern gehören, sollte sie anschließend ausgesät und möglichst reichlich mit Erde bedeckt werden. Nur wenn die Erde auch gleichmäßig feucht bleibt, kann die Schwertlilie schon innerhalb von wenigen Tagen sprießen.
Der teilweise kräftige und immer aufrechte Wuchs ist typisch für Schwertlilien. Je nach Art können Schwertlilien eine Wuchshöhe von 12 bis 120 cm erreichen. Die Blätter sind je nach Art entweder schwertförmig, grasartig oder schmal.
Einige Schwertlilien haben auch heilende und auch andere Wirkungen. So kann die Wurzel der Veilcheniris als Brechmittel verwendet werden. Gekaut hemmt die Wurzel Mundgeruch und wirkt bei zahnenden Kindern auch schmerzlindernd. Die Wurzel wird außerdem in der Kosmetikindustrie verwendet. So dient ein ätherisches Öl als Grundlage für die Herstellung von Veilchenparfüm, zudem hat die Wurzel eine Hautreinigende Wirkung. Neben der heilenden Wirkung und dem Nutzen in der Kosmetikindustrie dient die Wurzel auch zur Aromatisierung von Wein, Likör und anderen Spirituosen oder verleiht Tabak einen charakteristischen Geschmack.
Nachfolgend sind nun einige Schwertlilien näher erläutert.
Baker-Schwertlilie
Die Baker-Schwertlilie hat dunkelviolette Blüten, die von März bis April blühen. Ihr Vorkommen erstreckt sich auf Höhenlagen um 1.000 Meter im Nord-Irak, West-Iran oder der Südost-Türkei. Zwar ist die Baker-Schwertlilie seit 1889 kultiviert, wird aber aufgrund ihrer Anforderungen an den Standort selten als Zierpflanze genutzt.
Danford-Schwertlilie
Danford-Schwertlilien erreichen eine Wuchshöhe von etwa 5 bis 10 cm. In der Blütezeit von März bis April tragen sie gelbe Blüten. Danford-Schwertlilien kommen vor allem auf sonnigen und steinigen Hängen oder in offenen Koniferenwäldern in Höhen von 1.000 bis 2.000 Meter vor und wachsen sind in den Provinzen Adana und Nigde (Türkei) beheimatet. Seit etwa 1889 ist die Danford-Schwertlilie kultiviert und als Zierpflanze vor allem in Steingärten zu finden.
Deutsche Schwertlilie
Die Blüten der Deutschen Schwertlilie sind am äußeren Rand dunkelviolett, innen hellviolett. Es handelt sich ursprünglich um eine Burgenpflanze, die aus dem südosteuropäischen Raum stammt.
Bereits im Mittelalter war sie in Deutschland oft als wilde Form an Böschungen und Weinbergen zu finden. Die Deutsche Schwertlilie mag sonnige Standorte mit warmem und kalkhaltigem Boden.
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