Ein Sommerflieder bereichert und verschönert jeden Garten, er
lockt eine Vielzahl an Schmetterlingen an. Wegen dieser Eigenschaft
nennt man ihn auch Schmetterlingsstrauch oder Schmetterlingsbaum. Er
bietet eine Fülle an Nektar und verströmt einen intensiven
Geruch, der an den Duft von Honig erinnert. Im Gegensatz zu dem
gemeinen Flieder, der im Mai blüht, blühen die Rispen des
Sommerflieders, wie der Name schon sagt im Sommer, von Ende Mai bis
Anfang Oktober - je nach Art.
Der Sommerflieder hat schmalere und zartere Blütenrispen als
der
gemeine Flieder, er blüht in den Farben weiß, rosa, lila,
violett, dunkellila und gelb, es gibt über hundert verschiedene
Arten, die bekannteste ist Buddleja davidii. Eigentlich ist er in
tropischen und subtropischen Gebieten zu Hause und mag einen
vollsonnigen bis halbschattigen Standort.
Sommerflieder ist anspruchslos, pflegeleicht und robust, er
gedeiht auf
fast jedem nährstoffreichen Boden, für regelmäßige
Düngung nach dem Rückschnitt ist er dankbar. Nach der
Einpflanzung, die im Frühjahr erfolgt benötigt er reichlich
Wasser, ansonsten steht er lieber trocken und gern windgeschützt.
Der Sommerflieder steht gerne als Einzelstrauch und gibt einen
schönen Mittelpunkt für niedrigere, umgebende Pflanzen.
Sommerflieder ist ungiftig und daher auch für Gärten in denen
Kinder spielen, bestens geeignet. Das Abschneiden verblühter
Rispen beim Sommerflieder begünstigt seine Nachblüte. Bei
guten Wuchs- und Witterungsbedingungen kann er eine Höhe zwischen
zwei und drei Metern erreichen. In der Regel ist der Sommerflieder
winterhart und wird mit den Jahren immer frostsicherer, es kommt auf
die Art an, für eine Schicht Kompost oder Rindenmulch als
Winterschutz ist er dankbar.
Die Vermehrung geschieht durch Stecklinge. Bei
Blattwanzenbefall
empfehlen manche Hobbygärtner eine Schmierseifenlösung,
welche sich bewährt haben soll. Es gibt aber auch
Erfahrungsberichte, bei denen die Pflanze diese Behandlung nicht gut
vertragen hat.
Im Herbst nach der Blüte muss er unbedingt zurück geschnitten
werden, da die neuen Blüten sich nur am einjährigen Holz
entwickeln. Den Rückschnitt kann man ruhig großzügig
gestalten, da der Sommerflieder kräftig und schnell wieder
nachwächst.
Dieser Rückschnitt wirkt einer Vergreisung entgegen und
zwingt den
Sommerflieder zu neuen Trieben und mehr Vitalität. Andere
Gärtner vertreten die Meinung, dass im Herbst nur Verblühtes
abgeschnitten werden soll, und der Rückschnitt im Frühjahr
erfolgen soll.