Der Spindelstrauch ist eines der vielseitigsten
Gehölze für Garten oder
Terrasse. Dank seiner großen Anpassungsfähigkeit und robusten
Gesundheit ist er für nahezu jeden Standort geeignet. Darüber hinaus
bieten seine bunt gemusterten Blätter das ganze Jahr über einen
hübschen Blickfang.
Die Spindelsträucher aus der Gattung Euonymus, stammen aus
einer weit verzweigten asiatischen Pflanzenfamilie mit 200
verschiedenen Arten. Die meisten von ihnen sind laubabwerfend. Für den
Garten oder als Zimmerpflanze gibt es jedoch auch eine große Auswahl
Pflanzen, die ihre Blätter über Winter behalten und mit ihrem
gemusterten Laub schöne farbige Akzente im Garten setzen.
Auch wenn die Blüten meist unscheinbar aussehen, sind die
Fruchtkapseln des Spindelstrauches gern gesehene Speise einheimischer
Singvögel. Aber Vorsicht: Für Menschen und Kleintiere können sowohl
Blätter als auch Früchte sehr giftig sein. Der bekannteste
Spindelstrauch “Pfaffenhütchen“ war 2006 sogar Giftpflanze des Jahres.
Immergrüne Sorten sind ideal als Heckenpflanzen, in Rabatten
mit anderen Sträuchern oder als Bodendecker. Auch in Kübeln auf der
Terrasse oder dem Balkon sind sie attraktive frostharte Solitäre. In
besonders kalten Wintern, empfiehlt es sich allerdings, einen etwas
windgeschützten Platz zu wählen.
In seiner asiatischen Heimat, wird der Spindelstrauch bis zu 8 Meter
hoch. Bei uns kann er frei stehend auch mehrere Meter Höhe erreichen,
in einem Topf oder Kübel am geeigneten Standort, immerhin noch gut
einen Meter. Kriechspindeln dagegen eignen sich hervorragend als
Bodendecker. Ihre immergrünen Blätter sind oval, ledrig glänzend und
etwas gezähnt. Wenn man Spindelsträuchern Gelegenheit gibt, können sie
mittels ihrer feinen Haftwurzeln mehrere Meter an Mauern und Wänden
empor klettern.
Wer sie lieber als dichte Fläche oder Hecke gestalten möchte,
kann sie während des Sommers zwei bis dreimal in Form schneiden. Auch
individuelle Figuren sind möglich, brauchen aufgrund des langsamen
Wachstums der Pflanze jedoch etwas Geduld.
Einige Spindelsträucher sind auch als Zimmerpflanzen
erhältlich. Ihre Attraktivität erhalten sie allerdings nur, wenn man
sie ab Mai ins Freie stellt und dort über Sommer wachsen lässt. Denn
erst durch die Sonneneinstrahlung können sie ihre intensive
Blattzeichnung entwickeln. Je nach Art und Lage, bildet sich dabei eine
Panaschierung mit weißen oder bunten Flecken heraus. Manche Sorten
zeigen eine besonders schöne Herbstfärbung in verschiedenen
Farbschattierungen von Gelb, Orange, Rosa oder Rot, was sie zu
begehrten Ziergehölzen in Gärten und Parks macht. An nahezu jedem
Standort fühlen sie sich wohl. Nur vom Wurzeldruck und Laub größerer
Bäume sollte man sie befreien, damit die Sträucher ungehindert gedeihen
können.
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Leser-Kommentare
(1)
fg-Menden
(01.03.2009 13:43:30)
Am 23.Februar habe ich einen Euonymus Bravo als Halbstamm gekauft. Für unsere Terasse. Ca. 1,20 hoch, im Kübel. Soll winterhart sein. Stand: sonnig bis halbschattig. Muss ich besondere Hinweise für Stand und Pflege beachten?