Stevia, auch bekannt als "Stevia rebaudiana", wird als alternativer Süßstoff
verwendet. Er eignet sich vor allem für Menschen, die abnehmen wollen oder auf
eine natürliche Ernährung ohne Schadstoffe achten müssen, da zum Süßen lediglich
die Bestandteile der Pflanze verwendet werden. Heimisch ist die Pflanze
ursprünglich in Paraguay und Brasilien, wo sie im Gebirge wachsen. Es ist
allerdings auch möglich, die Staude in den mitteleuropäischen Breiten anzubauen
- mit der richtigen Pflege und Anbautechnik gedeihen sie ebenso gut.
Stevia kann man als fertige Jungpflanze im Baumarkt kaufen, aber auch in Form
von Samen. Prinzipiell bereitet keine der beiden Alternativen Vor- oder
Nachteile gegenüber der anderen: Die Entscheidung liegt allein beim Gärtner. Die
Samen sind beispielsweise im Fachhandel oder in Online-Shops erhältlich und sind
bei Kauf bereit für den Anbau.
Bei Samen ist zu beachten, dass sie warme Temperaturen brauchen. Ab etwa 22°C
gedeihen sie am besten. Mit Frost, Kälte oder Zugwind kommen sie hingegen nicht
besonders gut zurecht - beim Anbau muss immer berücksichtigt werden, dass sie
aus einem warmen Teil der Erde kommen. Wenn die Temperaturen nicht ausreichend
hoch sind oder es nachts noch kalt wird, sollten Samen der Stevia zunächst im
Innenraum gehalten werden. Ansonsten können sie auf den Balkon oder die Terrasse
gestellt werden.
Steviasamen brauchen eine Schale, die einen Durchmesser von etwa 16 bis 18 cm
hat. Sie besitzt Speicherwurzeln, die sich ausdehnen wollen: Deswegen braucht
sie für ihr gesundes Wachstum von Anfang an diesen Freiraum. Die Schale wird
anschließend mit Erde zur Anzucht gefüllt - ideal ist durchlässige Erde, die
zusätzlich mit Sand vermischt werden kann, um die Luftdurchlässigkeit zusätzlich
zu fördern. Danach werden die Samen allerdings nicht mit Erde bedeckt, sondern
freigelassen, da sie nur bei ausreichender Lichtzufuhr keimen. Wichtig ist ein
sonniger, heller Platz - bei der Aufzucht im Innenraum kann eine Lampe hilfreich
sein, die den Samen abends Licht spendet. Zusätzlich sollte die Schale mit
durchsichtiger Folie abgedeckt werden, bis sich nach etwa 10 Tagen die ersten
grünen Keimlinge zeigen. Dann werden die einzelnen Pflänzchen in einen eigenen
Topf umgebettet, wo sie ihr Wachstum anschließend beenden.
In der Wachstumsphase mag die Stevia es feucht - das ist für Stauden typisch.
Vor allem bis zum Auftauchen der ersten Keime ist es wichtig, ihr ausreichend
Wasser zu geben. Danach allerdings gedeiht sie besser, wenn sich die
Wasserzufuhr ständig verändert. Ähnlich wie bei Basilikum sollte es feuchte und
eher trockene Phasen geben, denn das fördert das Wurzelwachstum. Auf der Suche
nach Wasser in tieferen Regionen des Topfes veranlasst die Pflanze in einer
Trockenphase ein verstärktes Wurzelwachstum, was ihr bei der Suche nach
Nährstoffen nur zugute kommen kann.