Die Strelitzie ist ein exklusives Gewächs, das aus
der Kapflora Südafrikas stammt. Die prächtigen,
orange bis himmelblau gefärbten Blüten haben sie zu
einer beliebten Zierpflanze und Schnittblume werden lassen. Der
komplizierte Aufbau der Blüten, der an den Kopfschmuck
eines Vogels erinnert, hat ihr den Beinamen
‚Paradiesvogelblume’ eingebracht.
Die Strelitzie ist nicht ganz anspruchslos und erreicht oft
nur bei erfahrenen Hobbygärtnern mit viel
Fingerspitzengefühl ein höheres Alter. Sie eignet
sich am besten für die Kulturanpflanzung in
Gewächshäusern, wo Temperatur, Luftfeuchtigkeit und
Bewässerung genau reguliert werden können. Wird sie
in der Wohnung oder als Kübelpflanze gezogen, so muss etwas
mehr Sorgfalt in der Pflege sein.
Als Standort wählt man für den Paradiesvogel
einen Platz in der Sonne. Die Strelitzie schätzt Helligkeit zu
jeder Jahreszeit, auch die pralle Sonne tut ihr gut. Bei einem
Standortwechsel sollte sie allerdings langsam an die neuen Bedingungen
gewöhnt werden und nicht zu rasch aus dem Halbschatten in die
Sonne kommen.
Die Blumenerde für die Strelitzie sollte recht
durchlässig sein, es eignet sich ein Gemisch, das nicht zuviel
Torf und etwas Sand enthält. Das Substrat sollte als
Nährstoffreservoir dienen, was am
besten durch Rasenerde, vermengt mit Laub- oder Nadelmulch erreicht
wird. Der Lehmanteil darf nicht zu hoch sein, um das
Durchlüften der
Krume zu gewährleisten.
Die Strelitzie kommt auch mit
unregelmäßigen Gießintervallen zurecht.
Kurze Zeit trocken zu stehen, macht ihr nichts aus. Dabei
fällt auf, dass der Wasserverbrauch mit zunehmender
Größe und Blätterzahl ansteigt. Dies sollte
berücksichtig werden, da zur Zeit vermehrten Wachstums sowohl
Lufttrockenheit als auch Eigenverbrauch der Pflanze in das
Gießvolumen mit einbezogen werden müssen.
Dünger kann ganzjährig zur
Verfügung gestellt werden, jedoch im Winter in reduzierter
Menge. Die Strelitzie stammt aus der Familie der
Bananengewächse, kann daher mit einem entsprechenden
Dünger für diese Pflanzengruppe versorgt werden.
Die Temperatur sollte durchschnittlich um die zwanzig bis
fünfundzwanzig Grad Celsius liegen, große Hitze wird
zwar verkraftet, aber nicht besonders gerne. Steht die Strelitzie als
Kübelpflanze draußen in der prallen Sonne, so muss
sie Stunden vor der Mittagshitze gegossen werden oder aber abends, nie
aber zur Zeit der höchsten Temperatur.
Überwintern kann die Paradiesvogelblume sowohl
kühl als auch im Wohnraum. Bei hoher Trockenheit der geheizten
Luft sollte sie dann aber regelmäßig
besprüht werden, um die Verdunstung über die
Blattoberfläche gering zu halten. Das Kühle
Überwintern geht vonstatten wie bei anderen Subtropenpflanzen,
wichtig ist dabei aber ein sehr heller Standort.
Das Umtopfen sollte mit größter Vorsicht
erfolgen, eine Verletzung der Wurzel schwächt diese Pflanze
sehr. Mit etwas Geschick kann die Strelitzie beinahe das ganze Jahr
über blühen. Lediglich im späten
Frühling nimmt sich auch diese Pflanze eine kleine Auszeit.
Die ersten Blütenknospen folgen aber meist schon wenig
später wieder nach.