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Gartengemeinschaft - Gartenpflanzen - Süßkraut / Stevia

Süßkraut / Stevia





Die Stevia Rebaudiana, auch Süßkraut genannt, ist eine ganz besondere Pflanze.
In ihrer Heimat, dem Hochland zwischen Brasilien und Paraguay und dem Norden Südamerikas, war sie bereits bei den indianischen Ureinwohnern als Süßungsmittel und Medizin bekannt. Neben dem Süßen von Speisen und Getränken wurde Stevia besonders als Verhütungsmittel für den Mann verwendet, diente als Medizin zur Senkung des Blutdruckes, zur Stärkung des Herzens, sowie als Mittel gegen Übergewicht und Magenbeschwerden.

Im Laufe der Zeit konnte durch verschiedene Studien die positive Wirkung der Pflanze nachgewiesen werden. Zusätzlich wurde herausgefunden, dass durch Stevia die Bildung von Karies verringert wird.

Eine herausragende Eigenschaft dieser Pflanze ist, dass sie in ihren Blättern das in Wasser lösliche Steviosid, einen kalorienfreien, extrem süßen Stoff, enthält. Allein schon das Blatt der Pflanze ist 10 bis 30-mal süßer als Zucker. Hier bietet sich also insbesondere für Diabetiker und Übergewichtige eine gute Alternative, Speisen und Getränke zu süßen.

Allerdings ist die Stevia, sowie Produkte aus dieser Pflanze, in Europa noch nicht als Lebensmittel oder Lebensmittelzusatzstoff zugelassen, obwohl die Unbedenklichkeit inzwischen nachgewiesen worden ist. Zwar sind Produkte aus Stevia in Europa erhältlich, dürfen aber nicht als Lebensmittel bezeichnet werden.

Die Pflanze ist eine mehrjährige Staude, die in ihrer Heimat bis zu einem Meter hoch wächst. Sie gehört zu den Korbblütlern und entwickelt etwa 2 bis 3 cm lange Blätter.

Wer die Pflanze selber züchten möchte, kann es entweder mit Samen versuchen, oder aber durch ausbilden von Absenkern. Eine erfolgreiche Aussaat kann nur mit frischem Saatgut erfolgen, wobei die Samen höchstens ein halbes Jahr alt sein dürfen.

Es handelt sich außerdem um einen Lichtkeimer. Das heißt, die Saat wird nicht mit Erde bedeckt, sondern nur ganz leicht angedrückt. Damit die Saat nach 5 - 8 Tagen aufgeht, wird bei einer Temperatur von 25 Grad Celsius auch eine gleichmäßige Feuchte und gute Belichtung benötigt.

Zur Weiterkultivierung werden die Pflänzchen in durchlässige Erde pikiert und nur sparsam gedüngt. Ein sonniger Platz im Freien fördert etwa ab Mitte Mai das Wachstum. Die Pflanzen sollten regelmäßig gegossen werden, wobei keine Staunässe entstehen darf. Von August bis Oktober blüht die Stevia.

Ist die Pflanze groß genug, können die Blätter geerntet werden. Kurz vor der Blüte enthalten die Blätter am meisten Steviosid. Dies ist also die beste Zeit zur Ernte. Pflückt man immer nur die Triebspitzen, so wird die Pflanze zu einem buschigeren Wuchs angeregt.

Die Stevia muss stets frostfrei stehen. Wenn sie hell und kühl, aber frostfrei überwintert, kann die Pflanze mehrere Jahre alt werden. Während der winterlichen Ruheperiode sterben die oberen Pflanzenteile ab, im Frühjahr sollte aber ein Neuaustrieb erfolgen.

Verwendet man aus der Pflanze hergestellte Extrakte, z.B. flüssiges Süßungsmittel oder Pulver, darf man wirklich nur ganz wenige Tropfen oder ein paar Krümelchen zum Süßen nehmen.

Möchte man seinen Tee mit Stevia süßen, so überbrüht man einfach zwei bis drei Blätter zusammen mit dem Tee, wobei die Süße aus den Blättern an das Teewasser abgegeben wird.




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Leser-Kommentare (1)

GEBE (29.06.2010 22:07:23)

"dass durch Stevia die Bildung von Karies verringert wird." ... liegt wohl nicht an Stevia selbst, sondern am weglassen von Zucker!




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